Salagne im “Schüelchrank”

Glück gehabt – nochmals Glück gehabt. Auch: Wieder einmal Glück gehabt. Sogar doppelt: Mit den Herbstferien müsste es klappen und den Auftrag fürs Food Festival habe ich bekommen. Nur schade, dass das Wort “lukullisch” jetzt schon weg ist; gleich wieder bringen kann ich es ja nicht, sonst denken die Zeitungslesenden, ich spinne. (Was natürlich manchmal stimmt, aber denken soll es trotzdem niemand.)

Dass der Ausdruck gar nicht von mir war, können sie ja nicht wissen – ausser, sie hätten meinen vorgestrigen Blog-Eintrag gelesen. Davon gehe ich jedoch nicht aus, da ich den Blog erst, wenn meine Website mit allem, was dazugehört, fertig ist, weiter bekannt machen und verbreiten werde. Der Webdesigner ist fleissig daran; allfällige Verzögerungen liegen an mir. Auch wenn ich in den vergangenen 18 Tagen trotz Niereninfektion einiges unternommen habe, lag ich eben doch auch öfters auf dem Bett oder auf dem Sofa, weil ich total erschöpft und zu müde für irgendetwas war. Das hat natürlich fast niemand mitbekommen, und darum kann auch fast niemand über meinen Energie-Level urteilen. (Nur so als Hinweis. Für diejenigen, die damit ab und zu ein kleines bisschen vorschnell sind…)

So weit, so gut: Ich hoffe, dass ich nächste Woche oder in der Woche vom 23. Oktober die Texte für meine Website verfassen und weiterleiten kann. Dazwischen müsste es jetzt nämlich doch klappen mit den Herbstferien. Die Leukozyten in meinen Körpersäften (sagt man so…) sind zwar immer noch erhöht, sind aber immerhin nicht noch weiter angestiegen, sondern etwas zurückgegangen, und eine Lungenentzündung habe ich auch nicht, aber – zusätzlich zur Niereninfektion – eine “normale” Erkältung. Also so das, was die meisten Leute jeweils eine Grippe nennen, was aber keine Grippe, sondern nur ein grippaler Infekt ist. Nicht angenehm, nicht lustig – schon gar nicht, wenn es sich wie jetzt bei mir um die fünfte in Serie handelt -, aber ein grosser (!) Unterschied zur echten Grippe/Influenza. Spätestens seit vergangenem Januar weiss ich das.

Die Erleichterung über den grippalen Infekt (anstelle der vermuteten Lungenentzündung) war gestern gross, und am liebsten hätte ich sofort Ferien gebucht, aber dazu war ich dann eben zu müde. Zu müde: für das Ferienbuchen (an das ich nicht mehr wirklich geglaubt hatte), für die Website-Texte, für einen Lektorier-Auftrag auf Englisch (hab noch Zeit dafür, hätte ihn aber gerne sogleich erledigt) und für zahlreiche kleinere Dinge im Haushalt. Darum: Danke, Rahel, dass Taieb gestern bei euch essen durfte! Für Naila fand ich etwas im Tiefkühlfach: Lasagne. Sie liebt Lasagne und nannte sie früher “Salagne”. Der Ausdruck ist uns geblieben; bei uns heisst Lasagne “Salagne”. So, wie der “Chüelschrank” “Schüelchrank” heisst, seit Taieb ihn als Kleinkind so betitelt hatte.

Vielleicht habe ich in der ganzen Infektionsgeschichte ja wieder etwas falsch gemacht…?! Ich habe nämlich keine Antibiotika genommen, sondern auf einen speziellen Kräutertee für die Nieren und weitere sanfte Methoden vertraut. Das kann man mir natürlich vorwerfen: fahrlässig, selber schuld. Und wenn ich Antibiotika genommen hätte, könnte man mir vorwerfen, zu schnell zu Medikamenten zu greifen und den Körper unnötig zu belasten. Ist doch so, oder? Darum eben: bei sich selbst bleiben, immer und immer wieder bei sich selbst bleiben. Falsch ist es sowieso. (Was man (nicht) macht, meine ich.)

Und dann ist da ja noch Herr K., der mir im Bericht vorwarf, die Therapie mit Imurek nicht begonnen zu haben. Also eigentlich den Körper zu wenig zu belasten und schonen zu wollen…! Richtig: auch wieder falsch. 2016 war das. Doppelt fahrlässig; vielleicht wäre ich ja früher wieder arbeitsfähig geworden und hätte früher wieder in den Arbeitsmarkt eingeschleust werden können…?! (Darum geht es doch, seien wir mal ein bisschen ehrlich. Alles andere interessiert höchstens am Rande.)

Im Januar 2017 musste ich bereits kapitulieren; bis Imurek zu wirken anfing, vergingen zehn Wochen. Ein kleiner Trost an die Wirtschaft: Ganz so schnell ging es auch mit Imurek nicht. (Und die Nebenwirkungen hab ja auch ich, womit doch alles wunderbar ist…) “Normal” sind sechs Wochen Einschleichzeit. Bei mir dauert das meiste ein bisschen länger, ist das meiste ein bisschen komplizierter. Lästig…, ich weiss schon. Lästig und verdächtig und ganz bestimmt darauf zurückzuführen, dass ich etwas falsch mache.

Während ich das schreibe, bin ich übrigens total entspannt und längst so weit, dass ich mich über das Phänomen des (immer in den Augen von jemandem oder mehreren) falschen Handelns amüsiere.

Den Nachmittag muss ich ruhig angehen; sonst kommt es nicht gut, und am Abend möchte ich die Ferien buchen. Hoffentlich mache ich das richtig…!

 

 

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