Rausgekotzt

Übermorgen möchte ich nach Zürich fahren – zu Elio ins Musikstudio. (Ja, ich höre sie, all die Stimmen, die mir davon abraten. Denjenigen, die es gut mit mir meinen, bin ich sehr dankbar (auch wenn ich trotzdem hinfahre); die anderen machen am besten den Mund gleich wieder zu.)

Mit Geduld bin ich nicht im Übermass ausgestattet, mit Energie aber schon. (Denjenigen, die das nie falsch interpretierten und nie gegen mich auslegten, bin ich ebenfalls sehr dankbar; die anderen könnte ich vielleicht um ihre so simple Sichtweise beneiden…)

Die Hochlagerungsphase, die normalerweise zwei bis drei Wochen andauert und die bei mir aufgrund der Blutung bereits verlängert wurde, langweilt mich jetzt schon. Klar kann ich viel lesen und viel schreiben, aber mir fehlt Bewegung und Abwechslung.

Zudem habe ich ein erhöhtes Risko für Thrombosen – Kollagenosen können auch die Gefässe betreffen… – und muss daher sowieso einen Mittelweg finden, was gar nicht so einfach ist. Sandra hat mich an beides erinnert, und ich bin jetzt auf der hoffnungsvoll hoffnungslosen Suche nach einem Schuh, in den ich reinkomme. Das hat leider mehr weh getan, als ich erwartet hätte, und die Schmerzmittel benebeln mich dermassen, dass ich sie so schnell wie möglich absetzen möchte. Also noch ein Dilemma.

Eigentlich wollte ich eine Blog-Pause einlegen und mich anderen Texten sowie Büchern widmen. Aber der gestrige Beitrag ist so unvollständig, dass ich das Bedürfnis habe, möglichst schnell ein paar Ergänzungen anzubringen:

Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich um meine Schwächen wie um meine Stärken weiss, meine Schwächen wie meine Stärken benennen kann und alles andere als eine arrogante Person bin. Denjenigen, die mich nicht kennen, möchte ich zusätzlich sagen, dass ich gelernt habe bzw. lernen musste (!), für meine Fähigkeiten einzustehen und dass ich dies in gewissen Situationen aus guten Gründen ganz bewusst und ganz gezielt tue. Nicht mehr, nicht weniger. Und die im gestrigen Beitrag leider nur angedeutete Situation ist eben so eine.

Darum führe ich hier meinen gestern nur sehr rudimentär angefangenen Dank noch ein bisschen fort…:

“Danke, dass ihr die Prozentzahl, mit der ich in der Weiterbildung beschäftigt war, nach Belieben drückt, sodass es nach möglichst wenig aussieht. Und wie kamt ihr von den ursprünglichen 8%, die falsch sind, auf wundersame 10,2%…? Wo habt ihr denn die 2,2% plötzlich ausgegraben? Unter dem Schnee? Sie stimmen genauso wenig wie die 8%; und die Versuche, die Zahl möglichst tief zu halten, wirken hilflos, um nicht zu sagen „bünzlig“. Lasst sie doch einfach weg, wenn ihr keine Ahnung habt, wie ihr sie berechnen müsstet.

Danke, dass klammheimlich versucht wurde, in der neuen Version, wo ihr wenigstens auf Aufforderung hin zwei richtig fiese Punkte (die ja nicht einmal stimmen; es sei denn die Ewigpredigenden der verschiedenen Wahrnehmungen sähen plötzlich ihre eigene Wahrnehmung, die zudem von den Auswirkungen chronischer Krankheiten so viel ahnt wie der Regenwurm von der Relativitätstheorie, als gottgegeben) weggelassen habt, dafür zwei meiner Tätigkeiten/Aufgabenbereiche hinauszunehmen. – Hmm, dumm gelaufen; ich habs gemerkt. Ich bin – auch zugedröhnt mit diesen Schmerzmitteln, die ich zum Teufel wünsche – noch ziemlich aufmerksam.

Übrigens: Diese zwei richtig fiesen Punkte (nein, nicht „nur“ meine Wahrnehmung, bei weitem nicht…!) werde ich, sobald ich innerlich bereit dazu bin und äusserlich eine ironisch-„coole“ Form gefunden habe, in einem Blog- oder Vlog-Beitrag (oder in beidem) thematisieren. Meine Auffassung von Kleinkunst und Wortkunst habe ich ja gestern schon mal ein bisschen durchblicken lassen: Brisanz, Scharfsinn, Humor, Authentizität…, bis SOGAR IHR merkt, dass Menschen wie ich nie unterzukriegen sind. Ausser… (Ihr wisst es. Aber wenn ihr es macht, kommt ihr ins Gefängnis. Dort ists noch langweiliger als bei mir im Krankenbett. Darum: Überlegt es euch gut.)

Danke, dass ihr mich mindestens zweimal quasi zu erpressen versuchtet: Einmal mit der Wahl zwischen Arbeitsbestätigung und -zeugnis (Hallo?! Ist das rechtmässig?!) und der Anmerkung: „In einem Zeugnis muss aber deine Krankheit erwähnt werden.“ – – – (Was für eine Krankheit?)

„Über Gründe müssen wir nicht (mehr) reden.“

Was weiss denn jemand, der dies wörtlich sagte, von meiner Krankheit?! Meiner Krankheit…, uff. Ich habe mehrere… Seltsam, nicht?! Und diese bringen wiederum mehrere Begleitdiagnosen mit sich… Unglaublich seltsam, nicht?! Übrigens: Die beiden erfahrenen und erfolgreichen Psychologinnen, die wir in unserem Bekanntenkreis haben, meinten unabhängig voneinander: „Wer so etwas sagt, hat selbst Probleme, ist überfordert und klemmt jegliche Kommunikation ab. Ganz schlimm – vor allem in betreffender Situation.“

Das andere Mal mit dem Angebot, das Zeugnis im Rahmen einer Gesamtlösung anzupassen… (Wo sind wir hier eigentlich?! So im Sinne von: Wenn ich auf das, was mir zusteht, weil ihr mir wegen Krankheit bzw. wegen der Auswirkungen mehrerer Krankheiten gekündigt habt – was ihr natürlich abstreitet, logisch…(!) -, verzichte, passt ihr mein Zeugnis an. Willkommen im Schurkenstaat!

Danke, dass ihr mir wegen Krankheit bzw. wegen der Auswirkungen mehrerer Krankheiten gekündigt habt, und ein noch viel grösserer Dank dafür, dass ihr dies abstreitet. Dass ihr von meiner damaligen Realität keine Ahnung habt und auch keine Ahnung haben wolltet (siehe oben zitierter Satz), habe ich an hundert Aussagen und Handlungen gemerkt. Diese sind übrigens dokumentiert. Ganz so blöd bin ich eben nicht: So viel sei hier festgehalten. Warum ihr dies abstreitet, ist auch klar: so erschreckend klar.

Was glaubt ihr eigentlich?! Glaubt ihr, dass Gesundheit durch Geld aufzuwiegen ist?! Glaubt ihr, dass irgendeine Summe die Folgen von ernsthaften Krankheiten wettmachen kann?! Habt ihr wohl sogar noch das Gefühl, es sei zu viel…?! Reut euch das Geld?! Tut es dem Budget nicht gut?! So ist es doch, oder?! Wisst ihr, was euer dreckiges Geld, eure dreckige Feigheit und euer dreckiger Geiz gegen Gesundheit ist…?! Wisst ihr es?! Ja oder nein?!

NEIN. Denn sonst hättet ihr euch von Anfang an ganz anders verhalten; sonst hättet ihr nicht – nach allem, was eh schon schiefgelaufen war – versucht, mich mit eurer Verzögerungs- und Hinhaltetaktik zu zermürben. Aber ihr habt euch getäuscht – schon wieder. Ich bin unvorstellbar zäh. (Das hat mit meiner Art, die ihr missverstanden habt, weil euch diesbezüglich entscheidendes Wissen fehlt, zu tun.)

Ihr wolltet euch das ja nicht erklären lassen…; schade – und ebenfalls dokumentiert. „HB“ steht eben nicht nur für „Hauptbahnhof“, und um ansatzweise zu verstehen, worum es dabei wirklich geht, müsste die einschlägige Literatur zum Thema bekannt sein. Aber lassen wir das alles, die chronischen Erkrankungen sind ja schon exotisch genug (ich weiss!!!)…, und auf das andere Thema komme ich anderweitig zurück. Mit einer Extra-Einlage über HB am HB. Für Dummköpfe.

Wenn eine Krankheit im Zeugnis erwähnt wird, war sie der Grund der Kündigung. Das haben mir mehrere Juristen und Juristinnen unabhängig voneinander diskussionslos bestätigt; dies ist ein Bundesgerichtsentscheid. Ihr habt sie erwähnt – bereits in der Vorankündigung bzw. Androhung und danach in jeder Version. „Dann muss ein Arbeitgeber konsequent sein.“, war jedes Mal die klare Antwort. Aber das wollt ihr auch nicht. In das ganze Schlamassel von Fehlern, Widersprüchen, Versäumnissen, Nichteinhalten von Fristen und Abläufen, hinterhältigen Befragungen in meiner Abwesenheit usw. usf. passt das wunderbar hinein: Korrekt ist in der ganzen Geschichte so gut wie nichts abgelaufen.

Habt ihr euch überdies mal überlegt, was mit Fürsorgepflicht gemeint ist?! Dass ihr sie jahrelang verletzt habt?!

Und wie steht es mit der Behauptung „Selbstverschuldung“ an der Kündigung? Darauf schrieb ich damals als Reaktion einen Blog-Beitrag mit dem Titel „Selber schuld?!“. Das war mein erstes Ventil, aber nicht mein letztes… NEIN.

Wisst ihr, was? Wenn ich dieses Ventil – das Schreiben – nicht hätte, wäre ich vielleicht unter all den hinterhältigen, fiesen und rachsüchtigen (WOFÜR EIGENTLICH…?!) Taktiken zusammengebrochen. Das Schreiben ist meine Rettung, dank ihm habe ich überlebt:

nicht meine Krankheiten, sondern euer fieses Spiel. Ihr hattet mich mit dieser Behauptung in die grösstmögliche Verzweiflung gebracht – das hattet ihr ja gewollt und das gibt euch eure verdammte Befriedigung -, ihr hattet mich in 44 Jahren in eine nie zuvor gekannte Verzweiflung gebracht und eine nie zuvor auch nur annähernd gefühlte Wut in mir ausgelöst; eine Wut gegen diese unvorstellbare Gemeinheit.

Und dann hirngespinstetet ihr noch, ich würde einen Amoklauf planen, und interpretiertet absichtlich alles zu „euren Gunsten“ um, obschon ihr genau wusstet, dass GENAU IHR mich in die verzweifelte Situation gebracht hattet.

Das alles im Wissen, dass ich krank war (und bin…, auch wenn ich super gut damit umgehen kann). Aber mit EUREN Ungerechtigkeiten kann bzw. will ich nicht umgehen. Sie werden mir Stoff für so vieles bieten; ich bin, ob ihr es gemerkt habt oder nicht, scharfsinnig, kreativ und mutig.

Das Perfideste an euren pathologischen Amok-Fantasien (verdächtig (nicht nur für Psychologen)) ist Folgendes: Ich habe erst vor zwei Wochen aus einem Artikel im „Beobachter“ erfahren, dass Waffen im Internet bestellt werden können. Das wusste ich nicht, weil ich bezüglich Waffen so unschuldig und so naiv bin, wie man eben sein kann. Und wenn ich eine Waffe gehabt hätte: Ich war WEGEN EUCH so verzweifelt, dass ich zuerst mich selbst erschossen hätte. Etwas Unvorstellbareres, als auf andere Menschen zu zielen, kann ich mir schlicht nicht ausmalen. Ihr offenbar schon.

(Anmerkung: Ich würde auch nie auf mich selbst zielen; ich liebe das Leben. Ich würde aber auch nie einen Menschen verurteilen, der es getan hat. Er muss verzweifelt gewesen sein und keinen Ausweg mehr gesehen haben, was traurig und tragisch ist.)

Heute hättet ihr eigentlich die Frist erhalten: 28. Februar. Leider ist eure Anwältin offenbar in den Ferien… So ist es ja laufend: Irgendjemand ist immer in den Ferien. So habt ihr versucht, mich niederzukriegen. Doch dies ist euch nicht gelungen und wird euch nie gelingen. Die Frist bleibt trotzdem der 28. Februar; danach wird eine Klage eingereicht.

Also nicht nur eine…; DIE Chance habt ihr dann definitiv verspielt, sondern mehrere. Wisst ihr, dass ihr mir schon mindestens eine spannende Stelle versaut habt mit eurer Weigerung, ein faires und vor allem vollständiges Arbeitszeugnis auszustellen?! Und was war mit dem 9. Januar?! Das war euch scheissegal, dass ich ein weiteres Vorstellungsgespräch hatte. Ihr habt das Datum einfach ignoriert – so zwischen Ferien und Ferien, nicht? Habt ihr schon mal etwas von Schadenersatzforderungen gehört? Die werden nämlich – nebst allem anderen – auf euch zukommen.

Erinnert ihr euch an den 6. Januar 2016…? Als ihr die ärztliche Bescheinigung meiner Hausärztin ignoriertet? Worauf ich eine Infusion verpasste und in der Nacht einen körperlichen Zusammenbruch erlitt…?! Erinnert ihr euch, wie total daneben ihr da vorgegangen seid?! Wisst ihr, dass dies alles dokumentiert ist und dass nur schon dieser Abend des 6. Januars 2016 alleine ein schlechtes Licht auf euch und eure Institution (irgendwann in näherer Zukunft nenne ich sie mit vollem Namen!) wirft…?

Und die E-Mails vom Dezember 2015 und vom Januar 2016, als ich zwischen Bett und Blut las, was ihr Nettes zu sagen hattet…; glaubt ihr, ihr könntet sie ungeschehen bzw. ungeschrieben machen? Der Zusatzauftrag, von dem ich nichts gewusst hatte, weil ihr es verhängt hattet, mich darüber zu informieren?

Dann der 28. Januar 2016… Erinnert ihr euch? Ich mich schon. Und hier kapituliere ich sprachlich – was selten vorkommt. Ich war KRANK, ich hatte alles für eure Institution durchgezogen, ich hatte mich beinahe mit meiner Hausärztin gestritten, ich fühlte mich dem Tod viel, viel näher als dem Leben (was ich, der 30. Januar sollte es zeigen, auch war…) – und alles, was euch in den Sinn kam, war das, was ihr eben an jenem 28. Januar von euch gabt. Ich könnte schreien, wenn ich daran denke; schreien, schreien, schreien…

Aber das längste und lauteste Schreien würde nicht helfen…

Nie… – gegen all diese Ungerechtigkeiten und Gemeinheiten der vergangenen zweieinhalb Jahre.

Da kommt so richtig krass viel zusammen; seid ihr euch dessen bewusst?!

Ihr habt auf allen vorstellbaren Ebenen zahlreiche und grobe Fehler begangen, was nachweisbar ist.

AUCH nachweisbar sind meine Diagnosen: das „Dutzend Plus“.

Und jetzt?! Jetzt seid IHR es WIEDER, die ihr mir meine Erholungszeit versaut. Das macht Spass, nicht? Eure Rachegelüste an meinem langen bezahlten Urlaub (für Dummköpfe) sind noch nicht gestillt. Das tut mir leid – für euch. Ich habe nämlich genügend Menschen, die dafür sorgen, dass ich mich trotz eures miesen Verhaltens erholen kann. Und ich kann es auch. Ich bin unbesiegbar.

(Ihr kapiert es einfach erst, wenn ironisch-witzige oder bitterböse Kurzvideos zur ganzen Geschichte einem schon mal etwas breiteren Publikum aufzeigen, was so alles gelaufen bzw. nicht gelaufen ist seit November 2015… Viel Spass und viel Glück!)

Ach ja, und für die Strafanzeige fordere ich eine separate Entschädigung. Für die „verlorene“ Zeit und das Eindringen in unsere Privatsphäre (in Gegenwart von Ehemann und Kindern).

Und jetzt weiss ich, dass im Internet Waffen bestellt werden können. Aber jetzt habe ich Krücken, und zwar voraussichtlich für ziemlich lange, und kann darum keine Waffe halten.“

Schade. (mutig, nicht? Buaaah!)

Sooo…, jetzt ist mal ein bisschen was rausgekotzt. Vielleicht habe ich das Pethidin ja dazu gebraucht… Und jetzt brauche ich definitiv eine Pause.

Elio, ich komme…; Elio, ich freue mich auf dich und auf die Musik als wundervoll hellen Lichtblick.

Hab nur noch keine Schuhe… 🙂

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