Von Blumen, Kunst und Krücken

Eigentlich befinde ich mich in einer Art Doppel-Zwangspause: Pause mit zu vielem Gehen, weil die Belastung auf den Armen zu Muskelfaserrissen im linken Oberarm geführt hat – hab zugenommen, genau – und yeah (!) -, sowie Pause mit Singen, weil ich nicht nur Halsschmerzen, sondern auch einen grippalen Infekt habe, also erkältet bin – und zwar ziemlich stark.

So haben wir also die Gesangsstunde vom vergangenen Donnerstag auf morgen Montag verschoben, und ich hoffe, dass ich hingehen und singen kann. Übermorgen Dienstag habe ich nämlich wieder mit Elio und Oli im Musikstudio abgemacht; wir wollen noch einmal an den zum Song gehörenden Videos arbeiten, worauf ich mich freue!

Dies ist für den Nachmittag geplant; am Morgen muss ich zur dritten OP-Nachkontrolle in die Schulthess Klinik. Die beiden vorangegangenen Kontrollen fanden bei meiner Hausärztin statt. Bei der letzten traf ich im Bus einen Mann, der ebenfalls mit Krücken unterwegs war. Ich fragte ihn, ob er im „Balgrist“ gewesen sei, wobei ich auf die Farbe seiner Krücken (Blau = Balgrist; Türkis = Schulthess :-)) deutete und ihm zulachte.

Er bejahte, lachte ebenfalls und fragte mich: „Häsch au Chnü kaputt?“, worauf ich antwortete: „Ja, auch, aber vor allem den Fuss.“ Darauf erzählte er mir seine Geschichte und zeigte mir Bilder seiner Narben sowie Röntgenaufnahmen vom Innern seines Knies und von den Platten, die er jetzt drin hat. Ich schaute mir alles an und hörte ihm zu; er schien das zu brauchen. Und ich stelle mich immer gerne zur Verfügung; habe ich ja schliesslich auch eine Plattform, nämlich den Blog hier, wo ich meine Geschichte erzähle – jedenfalls einen Teil davon.

Das rechte Knie tut zwar nicht mehr weh; die beim Schlitteln zwischen Preda und Bergün zugezogene Zerrung der Innenbänder – für mich nichts Aussergewöhnliches – ist dank der Entlastung (durch die Krücken nach der OP am rechten Fussgelenk) schnell verheilt.

In Zukunft mache ich es so, wie mir Ärzte, Freundinnen sowie Felí, dessen Bruder, wie auch schon erwähnt, ebenfalls Arzt ist, mehrfach empfohlen haben: bei Zerrungen oder anderen Gelenkschädigungen (wozu es bei einer so ausgeprägten Überbeweglichkeit wie bei mir eben häufig kommt) auf längeren Distanzen Krücken verwenden; so heilt das Ganze deutlich schneller und tut deutlich weniger weh. Das habe ich jetzt gemerkt…, und es ist wohl das einzig Richtige, eine Lehre daraus zu ziehen.

Die Schmerzen am rechten Fuss hielten sich in Grenzen. Die Schmerzmittel setzte ich nach ein paar Tagen ab: 20ml Novalgin und acht Dafalgan-Tabletten; das war nach dem Aufenthalt in der Klinik alles. Mehr brauchte ich nicht, mehr wollte ich nicht. Mal sehen, vielleicht mach ichs bei der nächsten Operation dann ganz ohne – kann gut sein.

Die Rezepte für die Schmerzmittel sowie das ganze Verbandsmaterial sind jedenfalls ein Jahr (!) gültig; letzteres werde ich auch sicher noch bis mindestens zum Sommer brauchen. Die Wunden bzw. Narben sehen zwar tip top aus, sind aber schon sehr empfindlich, was ich in der vergangenen Woche gleich dreimal feststellen musste, als ich an Treppenkanten anstiess. Für die Verbandswechsel hätte ich eine Pflegende von der „Spitex“ haben können, habe sie aber – zu Nailas grossem Entsetzen 🙂 – von Anfang an selber vorgenommen.

Der Fast-Unfall in der Dusche am ersten Abend zu Hause wäre genau aus dem Grund verheerend gewesen: Die Wunde wäre wohl äusserlich und innerlich aufgeplatzt, und wahrscheinlich hätte ich mir, da ich ja viel weniger beweglich und daher eingeschränkt/behindert war (und bin), weitere Verletzungen zugezogen. Gefehlt hat ganz wenig, ein Bruchteil eines Bruchteils einer Sekunde. Das war mir so eingefahren, dass ich keinen zweiten Versuch wagte, sondern beschloss, zum Baden zurückzukehren und den rechten Fuss hinauszustrecken, was nicht ganz so gemütlich, aber wenigstens sicher ist.

Aus dem Grund – wegen der erheblichen Einschränkungen/Behinderungen – waren die sechs durchgekotzten Stunden im Spital, die zu einer Verlängerung meines Aufenthalts um eine Nacht führten (siehe „Pethidin: NIE WIEDER“), viel erschöpfender und auslaugender, als sie sowieso schon gewesen wären: Wenn man nicht gehen, ja nicht einmal aufstehen kann und darauf angewiesen ist, dass ein(e) Pflegende(r) einem jedes Mal zum richtigen Zeitpunkt eine Schale hinstellt, ist das Ganze halt noch viel anstrengender. Dazu kommt, dass Unverträglichkeiten von Opioiden zwar öfters anzutreffen sind, aber nicht in der heftigen Art, wie sie sich bei mir manifestierte.

Bei mir ist vieles (ein bisschen) anders, heftiger, intensiver. Darauf komme ich in separaten Texten zurück, da es auf so gut wie alle Lebensbereiche zutrifft. Ich möchte aber noch warten, bis ich spüre, dass der Zeitpunkt gekommen ist, darüber ausführlicher zu berichten.

Nachdem mein ehemaliger Arbeitgeber mit dem Thema genauso überfordert war wie mit dem Thema „Chronische Krankheiten“, mein „Outing“ völlig falsch auslegte und mit dem Satz „Wenn es dir zu dumm wird, kannst du ja gehen“ (28. Januar 2016) quittierte (unsensibler gehts nicht mehr, und klarer kann man nicht zeigen, dass man keine Ahnung hat, worum es bei dem Thema WIRKLICH geht), bin ich vorsichtig und zurückhaltend geworden. Doch dies ist natürlich nicht die Lösung, und ich werde – wie beim Thema „Chronische Krankheiten“ – eines Tages meinen Weg finden und gehen.

Und damit wäre ich wiederum bei dem Punkt angelangt, wo ich die letzten drei Beiträge fortsetze. Die Statistiken schnellen fast unkontrolliert in die Höhe, und dafür, dass ich diesen Blog bis jetzt nur auf FB teile und ihn sonst noch überhaupt nirgends bekannt gemacht habe, ist die Anzahl Lesender hoch bis sehr hoch.

„Nur“ Felipe hält den Rekord ungebrochen – ne, ich äussere mich dazu nicht; ausser, dass mir Pärchen, wo echte und intensive Freundschaften zum anderen Geschlecht nicht mehr drinliegen und wo Mann oder Frau sofort spekulieren muss, wenn dies bei einem anderen Paar offenbar möglich ist, aufrichtig leid tun… -; nach ihm folgen die letzten drei Beiträge.

Gut so! Und ich bin erst am Anfang des Anfangs mit dem Verbreiten meiner Texte und Videobeiträge; es gibt ganz viele Möglichkeiten, dies voranzutreiben, und ich werde sie nutzen – Schritt um Schritt.

„Wisst ihr, dass meine Schlafprobleme, die durch die langen und hochdosierten Kortisontherapien entstanden waren und von denen ich mich nie mehr erholen konnte – auch nach der Influenza im Januar 2017 nicht, obschon es zunächst danach aussah -, im vergangenen Winter das eigentlich längst erreichte Höchstmass sogar noch überschritten und ich nicht einmal mehr dann, wenn ich todmüde war, einschlafen, geschweige denn durchschlafen konnte?

Wisst ihr, was wir (ja, wiederum: wir!) nicht nur vermuten, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wissen (und dokumentiert haben)? Dass eure beschämende Hinhalte- und Zermürbetaktik dafür verantwortlich ist. Euer beschämender Rachefeldzug, der im Übrigen ganz viel über euch aussagt. Euer beschämendes Behindern meines beruflichen Fortkommens, für das wir Schadenersatzforderungen stellen werden. (Nicht zu verwechseln mit der Entschädigung für die Strafanzeige, ihr Amok-Fantasten.)

Nochmals: Der 9. Januar 2018 war euch scheissegal, oder? Ihr ignoriertet ihn einfach. Und ihr glaubt weiterhin, alles einfach ignorieren und verzögern zu dürfen. Aber ihr täuscht euch: Wir werden vor Gericht klagen – und da kommt dann eben sehr viel zusammen; sehr viel mehr, als wenn ihr eure zahlreichen und groben Fehler und Versäumnisse – auf der rechtlichen sowie auf der menschlichen Ebene – zugeben und die Konsequenzen dafür tragen würdet: auch Abfindung genannt – und im Vergleich zu Gesundheit ein Nichts, ein Garnichts, ihr feigen Budgethüter, ihr chronisch Gesunden.

Na gut denn… „As you like it“ (Stoff für Shakespeare liefert euer Verhalten ja zuhauf…): Vor Gericht lasse ich dann gar nichts aus; ich bin zu keinerlei Kompromissen mehr bereit – und dazu braucht es viel, verdammt viel. (Ich bin bereit, wegen euch bis vor Bundesgericht zu gehen – das sei hier schon einmal gesagt. Wenn ich kämpfe, dann kämpfe ich. Und ich kämpfe immer dann, wenn es um Unrecht geht. (Hat übrigens auch was mit HB zu tun… (siehe „Rausgekotzt“))).

Schlafen konnte ich wegen euch nicht einmal mehr dann, wenn ich todmüde war, und gerettet hat mich eine Ärztin in Bülach. Jetzt nehme ich halt Medikamente – wegen euch. (Schon wieder Anschuldigungen, ihr armen Angeschuldigten, ich weiss schon…) Zum Glück vertrage ich das Medikament sowieso nur in niedrigen Dosierungen, zum Glück macht es nicht abhängig, und zum Glück unterstützen mich diese Ärztin sowie das ganze Team.

Sie wissen übrigens alle, wer ihr seid, und erzählen dies auch weiter. (Jetzt aber schnell zur Polizei…, ha, ha!) Ein Arzt aus meinem Ärzteteam meinte wörtlich: „Was ist denn das für eine Schule, was ist denn das für ein Verhalten? Da schick ich meine Kinder bestimmt nie hin.“ Das Gleiche sagen Menschen in meinem privaten Umfeld; je länger, je mehr… (Vielleicht solltet ihr eure Verzögerungstaktik doch überdenken… (Achtung Drohung – und hopp zur Polizei!))

Wisst ihr, dass die ein bis eineinhalb Liter Punsch, die ich den ganzen Winter über täglich trank, um nicht zu viel abzunehmen (siehe „Unbezahlbar“), nicht nur süss, sondern völlig übersüsst, überzuckert waren? Aber es war – wegen euch – die einzige Möglichkeit, nicht allzu viel Gewicht zu verlieren, da – wegen euch (wie wir vermuten) – die Magenschleimhaut so lange so stark entzündet war und ich nicht genügend essen konnte. Mein Glück ist – sonst hätten wir auch dies dokumentiert -, dass ich trotzdem keine Zahnschäden habe und dass meine Blutzuckerwerte trotzdem nie erhöht waren. Erstaunlich, nicht? (bin echt froh darum; ihr könnt es vielleicht auch sein…)

Wisst ihr, dass ich am Freitag, also vorgestern, erfahren habe, dass ihr bereits im Februar 2016 – also kaum war ich für vier Wochen krankgeschrieben (!) – den Beschluss gefasst hattet, mir zu kündigen. Bei anderen wendet ihr da selbstverständlich ganz andere Mass-Stäbe an; die dürfen Monate lang fehlen, immer genau an ihren Unterrichtstagen fehlen oder immer wieder für ein paar Tage fehlen, ohne dass ihr mit der Wimper zuckt, ohne dass ihr euch Gedanken macht, ohne dass es euch seltsam vorkommt, geschweige denn dass ihr Gespräche führen und Massnahmen einleiten würdet.

Nein…, wie komme ich nur darauf?! Das habt ihr alles „nur“ bei mir gemacht, weil ich halt – dummerweise – von mehreren Krankheiten gleichzeitig betroffen bin, was sich – logisch, oder? – auch auf mehreren Ebenen auswirkt, sich wechselseitig negativ beeinflusst und mich oft an den Rand einer Verzweiflung brachte, von der ihr nichts bemerken wolltet („Über Gründe müssen wir gar nicht reden.“ (28. Januar 2016)).

Und wisst ihr, was mir Fachpersonen aus dem medizinischen, psychologischen und schulischen Bereich von Angesicht zu Angesicht gesagt hatten?

„Wenn Sie Krebs hätten, hätten alle Verständnis.“ Und: „Wenn Sie einen Hirnschlag gehabt hätten und halbseitig gelähmt wären, würde Sie jetzt niemand mit E-Mails bedrängen.“ Und: „Wenn Sie unters Tram gekommen wären und sich nicht mehr bewegen könnten, würde niemand Fragen an Sie richten und ständig etwas von Ihnen wollen.“

Und wisst ihr, was? Es geht hier nicht um Vergleiche; es geht darum, dass ihr überhaupt nicht anerkanntet, dass ich krank war. Dass ihr überhaupt nicht anerkanntet, dass ich ebenso das Recht auf Rücksicht, Ruhe und Erholung – wozu es NIE kam; nicht nur, aber AUCH wegen euch – gehabt hätte wie in den soeben beschriebenen Fällen. Dass ihr überhaupt nicht anerkanntet, dass mindestens zwei meiner Hauptdiagnosen (siehe „Das Dutzend Plus“) solche schwerer, organischer Erkrankungen sind, dass ich dringendst Ruhe gebraucht hätte und dass es fünf vor zwölf, wenn nicht viel später, gewesen war.

Ihr gestandet mir gar nichts davon zu, und das Unrecht, das darin steckt, und die Verletzungen, die solches Unrecht auch bei starken Menschen anrichtet, sind nicht in Worte zu fassen. Ich weiss bis jetzt nicht, wie ich damit weiterleben soll und wie ich eure Schandtaten – die damaligen wie die jetzigen – in mein Leben integrieren soll. Ich weiss bis jetzt nicht, wie; ich weiss „nur“, dass ich es irgendwann schaffen muss und schaffen werde – dank der zahlreichen Ressourcen, die mir – zusammen mit den Autoimmunerkrankungen (!) – in die Wiege gelegt wurden und die dank tragenden Beziehungen in der Familie sowie im Freundeskreis beständig gestärkt worden sind.

Habt ihr euch mal überlegt, welche Verantwortung ihr tragen würdet, wenn dem nicht so wäre? Habt ihr euch mal überlegt, was hätte passieren können? Und vor allem: Habt ihr euch mal überlegt, ob die Tatsache, dass ich so viele Ressourcen habe und so stark bin, euch das Recht gibt, so mit mir umzugehen? Und überhaupt, wie unterschiedlich ihr reagiert, wenn ein(e) Mitarbeitende(r) ausfällt…? Häufig ausfällt und/oder lange ausfällt? Je nachdem, wer es ist…!

Und was ist überhaupt lange? Meine anfänglichen vier Wochen waren für euch bereits lange, ihr chronisch Gesunden. (Hab den Begriff gestern in einem Blog einer anderen Betroffenen gelesen und finde ihn „cool“…) Ich musste mich sofort rechtfertigen; ihr wolltet sofort auf Fragen im Kollegium antworten. Warum eigentlich? Weil die mobbende Kollegin sich erkundigt hatte und vier Wochen bereits für viel hielt? Diejenige, die sich bei euch über meinen Operationstermin Ende November 2014 beschwert hatte? Die gefragt hatte, warum ich eine geplante Operation nicht in den Ferien durchführen lassen würde? Die – offenbar – fand, ich hätte keine Ferien nötig oder verdient? Die sich über den zusätzlichen Stress ereiferte, als ob jemand sie zwingen würde, Stellvertretungen zu übernehmen, und als ob diese nicht sehr gut vergütet würden?

(Ja, sagen wirs doch, anstatt uns andauernd zu beklagen. Soll ich bald einmal den Ansatz für eine Lektion nennen? Sandro Brotz hats doch – in seinem Metier – vorgemacht…; warum soll ich da nicht bald nachfolgen? Sandro Brotz ist eh „cool“ und hat mir sogar einmal geschrieben.)

Die euch fragte, wer denn für die zusätzlichen Kosten aufkäme? (Habt ihr von ihrem Lohn abgezogen, nicht?) Für diejenige fragtet ihr bei mir nach, was ihr kommunizieren dürftet, oder? Und jetzt behauptet ihr, ihr wüsstet noch immer nicht, was ich denn hätte? Ihr wisst viel mehr, als ihr wissen müsstet und wissen dürftet. Oder muss ich euch auch hier – wie bei der Erwähnung der Krankheit(en) im Zeugnis und deren Konsequenzen, die ihr nicht tragen wollt – auf einen Bundesgerichtsentscheid hinweisen? Irgendwie ist das peinlich, bin ich doch hier die Sprach- und Literaturwissenschaftlerin…

Zudem: Wir haben die Daten, an denen ihr informiert worden seid… Geht doch mal zurück zum 26. Juni 2017…, um nur ein einziges der entsprechenden Daten zu nennen. Und der Blog sagt ja auch ein bisschen was, nicht? (gar nicht ironisch, ne…) Vor Gericht wird es ja sowieso nicht um den Blog gehen, sondern um die vom Immunologen, Rheumatologen, Dermatologen, Gastroenterologen, Otorhinolaryngologen, von der Gynäkologin, der Ophthalmologin sowie von mehreren Internisten und Internistinnen aufgelisteten Haupt- und Begleitdiagnosen. Darum… – und um vieles mehr. Leider.

Und jetzt möchte ich es nicht versäumen, mich – noch einmal – bei euch für die Blumen, die ich damals im Februar oder März 2016 erhielt, zu bedanken. Die hattet ihr wahrscheinlich gleichzeitig, wie ihr den Beschluss fasstet, mir zu kündigen, bestellt. Uaaah…, ist das hinterhältig, ist das feige, ist das unehrlich. Dass die Genesungswünsche nicht von Herzen kamen und nicht aufrichtig gemeint waren, wusste ich von Anfang an. Ich spürte es – und da bin ich eben auch extrem gut. (Tut mir leid, dies hervorheben zu müssen; auch dies gehört zur HB, und wer auch nur ein kleines bisschen davon versteht, weiss dies.) Und weil ich dies spürte, verschenkte ich sie weiter. Die Blumen taten mir leid – sie waren quasi missbraucht worden. Ich hatte ihnen gegenüber ein schlechtes Gewissen und wollte, dass sie jemandem Freude machen würden. Später hatte ich auch dieser Freundin gegenüber ein schlechtes Gewissen und schenkte ihr einen zweiten, selbstgekauften Blumenstrauss…

Gestern habe ich auch Blumen bekommen – von Felí.

Den Unterschied zwischen den Blumen von ihm und den Blumen von euch kann ich nicht in Worte fassen, und jedes Mal, wenn ich sprachlich kapitulieren muss, ist dies eine Art Grenzerfahrung für mich.

Ende März habe ich die nächsten Blutkontrollen; dann gehts sozusagen um die Wurst. Nämlich darum, ob die Veränderungen im Blutbild vom Imurek, von den Krankheiten an sich oder von den Nährstoffmängeln kommen oder ob sie eine Form von Leukämie zeigen. Und auch wenn wirklich viel für einen der drei zuerst erwähnten Gründe spricht, kommt eine gewisse Spannung auf.

Vor allem, da ich ja sonst gar nichts um die Ohren habe. Und vor allem, weil ihr – wiederum (!) – die Hauptverantwortlichen dafür seid.

Ich hoffe, ihr habt folgenden Text von mir gesehen: http://gruenezuerich.ch/sehr-geehrter-herr-hacker

Der Hacker entspricht so ungefähr dem Kurmann, den ich euch zu verdanken habe. Das meine ich jetzt voll ernst: Danke nicht nur für die Blumen, sondern auch für die Initiation (Achtung Literaturwissenschaft) in eine falsche und verlogene Welt, der ihr zu glauben vorgebt, damit ihr euer Budget hüten könnt. (Eure Anwältin kostet wohl nichts und die Gerichtskosten sind vernachlässigbar, nicht? Vor allem in der Schweiz…)“

Gestern habe ich auch Blumen bekommen – von Felí.

Für ihn und für alle, die mir geholfen haben: https://m.youtube.com/watch?v=ZNahS3OHPwA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.