Scheintot

Röntgenbilder tip top, Beweglichkeit des Gelenks sowie der Zehen nicht ganz wie gewünscht. Das war – grob gesagt – das Resultat der dritten Nachkontrolle; der ersten, die in der Schulthess Klinik stattfand. Zehn Wochen Physiotherapie sind die Folge der eingeschränkten Beweglichkeit. Was ein bisschen paradox ist, ging es bei der Operation doch darum, einerseits das ZU bewegliche Gelenk zu stabilisieren und andererseits durch anatomische Korrekturen Fehl- und Überbelastungen vermeiden oder zumindest reduzieren zu können.

Jedenfalls müsste ich das Gelenk sowie die Zehen besser bewegen können und habe darum also die zehnwöchige Physiotherapie verschrieben bekommen. Dass ich die Zehen nicht richtig spüre und sie ziemlich unbeweglich und fast ein wenig „taub“ sind, hatte ich schon gemerkt; vor allem wenn ich versuche, kurze Strecken ohne Krücken zu gehen – was ich eben sollte, was aber nicht ganz einfach ist.

Die Schwellungen werden noch längere Zeit bleiben; das dauert mindestens ein halbes Jahr, eventuell sogar bis zu einem Jahr, bis sie vollständig abgeklungen sind. Darum fahre ich bald noch einmal nach Jestetten (D), wo ich die Turnschuhe, die ich in den Grössen 41 und 45 (!) gekauft hatte, auch noch in der Grösse 43 kaufen werde… 🙂

Im Übrigen bin ich nicht nach Deutschland gefahren, um möglichst günstig einzukaufen, sondern weil ich weiss, dass es viel einfacher ist, anständige Schuhe in grossen Grössen zu bekommen. Auch wenn ich entschieden links politisiere, trage ich weder „Birkenstock“ noch irgendwelche ausgelatschten, braunen Sandalen. Und selbstgestrickt geht schon gar nicht – nicht zuletzt deshalb, weil ich gar nicht stricken kann… (Richtig, ich habe meine Pubertät im Handarbeitsunterricht ausgelebt. Irgendwo musste es ja sein, und die Schule war keine Option: Ich lieb(t)e das Lernen viel zu sehr.)

Und wenn ich schon dabei bin: Ich war, ohne dass ich viel dafür tat, wirklich immer sehr gut. Wer mich kennt, weiss, dass das untrennbar zu mir gehört(e) und dass ich eine umgängliche Person bin, die ihre Stärken wie ihre Schwächen kennt. Wer mich nicht kennt und „nur“ meine Texte liest, mag ab und an einen anderen Eindruck erhalten.

Das ist einerseits schade, da ich offen für konstruktive Kritik und weiterführenden Austausch bin und mich an dieser Stelle gerne wieder einmal bei denjenigen, die dies ermöglichen und sich an mich wenden, bedanke; andererseits bleibe ich mir selbst treu und werde die Erfahrungen der vergangenen Jahre weiterhin schonungslos aufdecken.

Alle, die einen kleinen Einblick in diese Erfahrungen haben, über ein gewisses Mass an Empathie verfügen, keinen Hang zum esoterisch-oberflächlichen Gefasel vom positiven Denken und allem, was so dazugehört, haben und sich nicht in überheblich und eben genau undifferenziert wirkendem Gerede von verschiedenen Wahrnehmungen – wie erhellend (!) – verstecken müssen, können dies ja auch nachvollziehen und verstehen.

Letzte Nacht bin ich zwei- oder dreimal aufgewacht, weil der rechte Fuss schmerzte. Beinahe hätte ich ein Schmerzmittel genommen; von den 16 Tabletten Dafalgan hab ich ja noch deren acht. Irgendwie ging es dann doch ohne, und ich schlief wieder ein.

Heute Morgen tat er immer noch weh, und ich hatte Bedenken, dass eine Infektion entstanden sein könnte. Die Wunden sind zwar zugewachsen, und ich darf ab kommender Woche wieder baden, ohne den Fuss hinausstrecken zu müssen… 🙂 Aber im Innern können trotzdem Infektionen entstehen: ein Sonntag zu Hause, das war klar. Auf dem Sofa, Fuss hochlagern. Jetzt bin ich einigermassen beruhigt, da die Schmerzen zurückgegangen sind und dies wohl ein Zeichen von Überbelastung und Überaktivität gewesen war.

Mit den Muskelfaserrissen und den damit verbundenen Schmerzen in den Oberarmen, den Schmerzen in den Händen vom Gehen mit den Krücken sowie der Erkältung habe ich nämlich genug. Die Erkältung ist – wie fast jedes Mal – hartnäckig. Sie begann – zeitgleich mit den Muskelfaserrissen – am 7. März: wie angeworfen. Beides. Wir waren gerade in einem Standortgespräch an der Schule, und ich dachte zuerst, ich müsste nach Hause gehen bzw. gefahren werden. Irgendwie ging es dann doch…; seither muss ich aber aufpassen wegen der Arme, und seither bin ich erkältet.

Klar, die halbe Schweiz ist erkältet, ich weiss schon… Aber ich weiss auch, dass Erkältungen für chronisch kranke Menschen viel belastender sind als für gesunde Menschen. Sie dauern länger und verlaufen schwerer. Sie kommen zu viel grösseren Belastungen, denen der Körper ausgesetzt ist und durch die er dauerhaft geschwächt ist, hinzu und liegen darum eigentlich gar nicht drin. Da mein Immunsystem heruntergefahren werden musste, weil es sonst körpereigenes Gewebe angreift und zerstört, bin ich zudem viel anfälliger als Herr und Frau Durchschnittsschweizer ohne Immunsuppressiva und allem, was so dazugehört.

„Das habe ich euch – ja euch (!) – auch mal zu erklären versucht; ich erinnere mich genau. Aber verstanden habt ihr die Zusammenhänge nicht, weil ihr nicht konntet – dann tut ihr mir leid, ab einem gewissen Bildungsniveau würde ich deutlich mehr Verständnis erwarten.

Was hattet ihr eigentlich für Noten in Biologie? – Ich hatte eine 6. Richtig gut, nicht? Vor allem, wenn man bedenkt, dass mein Biologielehrer für seine unangekündigten und kniffligen Prüfungen bekannt war…; vor allem, wenn man bedenkt, dass ich Sprach- und Literaturwissenschaften studiert habe.

Oder weil ihr nicht wolltet – dann tut ihr mir ebenfalls leid, denn eure Überlastung und Überforderung zeig(t)en sich längst nicht nur darin.

Darin, dass ihr meine Krankschreibung nicht akzeptiertet und nicht respektiertet, beispielsweise ebenfalls. Die kam euch sowieso viel zu lange vor, nicht? Weil ihr keine Ahnung habt – ich habs schon oft geschrieben, ich weiss. Aber ich werde es weiterhin schreiben, weil all eure Aussagen, all eure Handlungen so furchtbar zeigten und zeigen, dass ihr eben keine Ahnung habt.

Hättet ihr nämlich einen Hauch einer Ahnung, würdet ihr euch jetzt anders verhalten und hättet ihr euch in den vergangenen zweieinhalb Jahren anders verhalten:

Bei euch dürfen andere ein grosses Theater wegen einer (für gesunde Menschen harmlosen) Erkältung oder einer Magen-Darm-Grippe – nach einer Woche vorbei; MC-Schübe dauern mehrere Wochen, mehrere Monate oder ein Jahr…, puuh, nur so – machen, dürfen immer genau dann, wenn sie Unterricht hätten, fehlen oder auch mal für längere Zeiten ausfallen, ohne dass ihr ein einziges Wörtchen darüber verlieren, geschweige denn einschreiten würdet.

Ne…, das kommt halt ganz darauf an, wer es ist, genau. Und übrigens: Gestern war es genau neun Jahre her, seit ich Naila gebar – ohne jegliche Schmerzmittel. Wie ihren Bruder zuvor. Die Ärzte und Hebammen sagten, es sei zu spät für Schmerzmittel, und gaben mir nichts. Die Schmerzen waren unbeschreiblich höllisch und höllisch unbeschreiblich, und die beiden Geburten haben mich für alles gewappnet. Weil mehr Schmerzen nur noch eines bedeuten würden: den Tod.

Aber darum geht es hier nicht, sondern darum, dass ich bis und mit Freitag, 13. März 2009, arbeitete, am Konvent bis zum Ende teilnahm, am Wochenende mal kurz überlegte, was ich ins Spital mitnehmen sollte, am Montag darauf die Fruchtblase platzte und ich am Dienstagabend Naila auf die Welt brachte.

Und ich hätte sie auch alleine und im Wald zur Welt bringen können; ich hätte sie auch in der Schule zur Welt bringen können. Viel hat ja nicht gefehlt – damals.

Das habt ihr auch nie bedacht im Umgang mit mir, nicht? Und übrigens: Das hatte ich auch bei Taieb so gemacht – locker und selbstverständlich.

Dafür dann die Vollverarschung, als meine Hausärztin mich anfangs 2016 zwang, die letzte Notbremse zu ziehen…; die Vollverarschung auf der ganzen Bandbreite.

Habt ihr wenigstens, wenn ihr in meinem Blog lest, kapiert, dass ich seit Januar 2009 krank bin? Seht ihr wenigstens den Zusammenhang mit oben genannten Daten? Oder seid ihr in Logik so begabt wie offenbar in Biologie? Also ich nicht; ich bin zwar nicht gut mit räumlichem Vorstellungsvermögen, in allen numerischen Angelegenheiten aber schon. Das zeigen übrigens auch meine IQ-Tests. Aber darüber vorerst nichts weiter, auch damit wart ihr ja hoffnungslos überfordert.

A propos krank: Wisst ihr, dass ich zweimal während der Zeit bei euch noch 40 Kilogramm wog…???!!! Wisst ihr es oder nicht…??!! Und wisst ihr, wie gross ich bin?! Nicht 1.60 jedenfalls. Auch nicht 1.65; nicht mal 1.70. Ich bin 1.75. (Sogar euer unabhängiger (!) Herr K. hat diese Grösse gemessen.)

Uaah, was für eine Erleichterung; jetzt ist auch das mal raus, hingeschrieben und bald veröffentlicht. 40 Kilogramm bei 1.75; wisst ihr, was?! Ich bin einfach froh, dass ich überlebt habe. Beide Male. Und noch etwas: Ihr hattet davon nichts bemerkt. Genau…: weil die tiefsten Tiefpunkte beide Male in den Ferien erreicht wurden und weil ich im Spital verhältnismässig schnell wieder auf ein Gewicht über 50 Kilogramm kam. Mit Infusion um Infusion, weil ich nichts essen konnte. Und später, als ich längst wieder unterrichtete, mit speziellen Milchgetränkmischungen, die bombenmässig viel Energie liefern, die ich jeweils am Morgen zu mir nehmen musste und die es in verschiedenen Aromen gibt.

Nicht mal so schlimm…, aber irgendwann wirds öde; irgendwann hielt ich es kaum noch aus, irgendwann wollte ich einfach wieder mit der Familie oder mit meinen Freunden und Freundinnen essen können; was ich wollte, wann ich wollte, wie viel ich wollte. Das habt ihr alles nicht mitgekriegt, stimmts? Tönt komisch, nicht?

Tipp so nebenbei: Schaut euch doch mal ein paar Youtube-Videos zum Thema Morbus Crohn an. Dann kapiert ihr vielleicht was. Und noch ein Tipp: Ich hab auch angefangen mit Videobeiträgen; bin einfach noch ganz am Anfang und muss mir zuerst ein Publikum aufbauen. Das kann Monate dauern, das kann Jahre dauern, aber macht nichts: Früher oder später werde ich euer damaliges und jetziges schandhaftes Verhalten AUCH auf diesem Weg aufzeigen. So richtig abschreckend…, ich fürchte mich selbst fast davor. (Aber Sabina Patrizia nicht, die ist echt super und fürchtet sich vor gar nichts.)

40 Kilogramm bei 1.75 – das ist scheintot, wisst ihr das?! Aber „easy“, hab ich gerne so gemacht für euch: Ferien im Spital, um dann mit etwas über 50 Kilogramm wieder an der Arbeit zu erscheinen. Hab damals übrigens etwas weitere Kleider getragen, damit es nicht so auffiel… Oder ists doch jemandem aufgefallen? Freiwillige vor!

So, wie ich das mit der Geburt gerne gemacht habe für euch. Buaah. Wenn ich damals gewusst hätte, wie ihr mit mir umgehen würdet, hätte ich mich ein paar Monate vor der Geburt krankschreiben lassen und mich ganz mir selbst und unserer ungeborenen Tochter gewidmet. (Keine Anspielung, sicher nicht.)

Aber auch das macht nichts: Naila ist auch so ein wunderbar unbeschwertes Mädchen. – Ups, jetzt hätte ich fast Tipp Nr. 3 vergessen: Ich hab nicht nur oben genannte Krankheit. Ich hab noch ein paar weitere; vor allem noch eine, die es zünftig in sich hat. Aber davon wisst ihr ja nichts. Ha, ha. Ihr habt ja nie im Blog gelesen, oder? Und wenn, dann glaubt ihr einfach nichts, oder? (Warum lest ihr denn darin?!) So, wie ihr nach wie vor nicht zu glauben scheint, dass ihr euch in sämtlichen Punkten – und es sind leider zahlreiche – vor Gericht werdet verantworten müssen.

Ach ja, und über den vergangenen Winter wäre ich, wenn ich nicht die in den letzten Beiträgen beschriebene Punsch-Strategie angewendet hätte, wieder in gefährlich tiefe Tiefen mit dem Gewicht gekommen – wegen euch. Das ist uns allen klar; so klar, wie es euch scheissegal ist. (Wie egal es euch dann, wenn wir vor Gericht darüber reden werden, noch sein wird, sei dahingestellt.) Mir war es sowieso nicht egal, für mich war es schlimm. Für mich wird es schon schwierig, wenn ich unter 60 Kg komme; die oben beschriebenen Dimensionen sind eigentlich gar nicht mehr in Worte zu fassen. Darum habe ich auch so lange darüber geschwiegen; darum fällt es mir immer noch schwer, Worte zu finden.

Ihr – und damit meine ich alle, die es betrifft – missgönntet mir die Ferien auf Kreta im Mai 2016. Dass ich Ferien im Spital verbracht haben könnte, um möglichst schnell von 40 auf irgendwas über 50 Kg zu kommen und am ersten Schultag parat zu sein, wäre euch nie in den Sinn gekommen. Nur so – als EIN Beispiel von vielen Beispielen zu „Dingen“, die ihr hättet wissen müssen oder bemerken können, bevor ihr auch nur ein einziges blödes Wort hättet verlieren sollen. (Kurz nach den acht Tagen auf Kreta und den vier Tagen in Frankfurt stellte mein Internist (immer noch!) schwere und ausgeprägte Entzündungen mehrerer innerer Organe fest…, und ihr – alle, die es betrifft – hättet einfach nur euer dummes Maul halten sollen.)

Oder habt ihr zufälligerweise mal festgestellt, dass ich Schalen und Rinden nicht essen kann? Ja oder nein? Und wenn ja, was habt ihr euch dabei gedacht? Dass ich spinnen würde? Einen Tick hätte? Gestört sei? Oder ist euch in den Sinn gekommen, dass ich sie nicht essen KANN, ja oft nicht einmal hinunterschlucken kann…?! Weil sie nämlich den ganzen Verdauungstrakt von Anfang an zu sehr reizen, wenn Schleimhäute fast überall entzündet sind?! So ist das nämlich; so, und nicht anders. Ich KANN Schalen von Äpfeln, Birnen, Trauben, Cherrytomaten usw. usf. sowie harte Brotrinden oft nicht essen, ich KANN sie nicht hinunterschlucken, weil der Körper schon zu Beginn signalisiert, dass er damit nicht umgehen kann und dass die Reizungen schmerzen würden.

Aber was geht euch – und jetzt meine ich wieder nur „euch“ – das an… Ihr habt ja nicht einmal eine Krankentaggeldversicherung – wie beschissen ist denn das?! Eine grosse Schule, die etwas auf sich gibt, hat keine Krankentaggeldversicherung? Uff…! Und dann seid ihr fast stolz darauf, dass ihr die Lohnfortzahlung übernehmt, weil ein Jahr SOOO WAHNSINNIG LAAANGE ist in eurer Welt der chronisch Gesunden, nicht? Was soll ich dazu sagen? Soll ich darüber lachen oder weinen??

Ein Jahr ist wenig in meiner Welt, in der Welt aller, die von schweren, chronischen Erkrankungen betroffen sind. Nach einem Jahr ist vielleicht ein Schub überstanden, sind – wenns gut läuft – die Nachwirkungen der Therapien abgeklungen und ist – wenns noch besser läuft – die „richtige“ Therapie gefunden. Von Erholung haben wir dann aber noch gar nicht gesprochen; da würde eben eine Krankentaggeldversicherung einspringen, da sie – im Gegensatz zu euch – zwei Jahre abdecken würde.

Was immer noch nicht viel ist, aber immerhin das Doppelte von euren läppischen zwölf Monaten. Die ihr wiederum nur den Auserwählten gönnt, klar. Denjenigen, die nie rebellieren, sondern sich stromlinienförmig – wie vieles in diesem Land – immer und überall anpassen, oder denjenigen, die ihr für „richtig krank“ hält. Was bei drei bis fünf (je nach medizinischer Perspektive) Hauptdiagnosen und, Begleit- und Nebendiagnosen eingeschlossen, insgesamt zwölf Diagnosen natürlich nicht der Fall ist…, ich weiss schon.

Als ich am 14. Dezember 2016 verunfallte, ging euch das extrem auf die Nerven, stimmts? Eure einzige Befürchtung war, dass ihr mich noch länger nicht wirklich loswerden würdet, nicht? Jetzt habt ihr so richtig Pech gehabt: Ihr werdet mich nämlich noch lange – selber schuld – nicht loshaben und ich werde euch eure verdammte Hinhalte- und Zermürbetaktik so richtig heimzahlen.

Das hab ich noch nie in meinem Leben gemacht; noch nie habe ich jemandem gegenüber Gefühle der Rache verspürt. Noch nie – weder im beruflichen noch im privaten Umfeld. So gehe ich jetzt halt mit einem weiteren Novum um und werde jeden Tag, an dem ihr mir ein vollständiges und faires Zeugnis verweigert, separat abrechnen.

Beim Anteil am 13. Monatslohn, auf den ich ebenfalls immer noch (!) warte, lass ich die persönlich-(wort)künstlerische Rache bleiben; da habt ihr ja die Verzugszinsen, die mit jedem Tag ein bisschen mehr werden. Auch da müsste euch vielleicht mal jemand mathematisch ein bisschen auf die Sprünge helfen…

Den Unfall hieltet ihr für Absicht, oder? Seid doch einfach ehrlich: So war es doch? So mal kurz absichtlich die Treppe hinuntergefallen oder – noch besser – gar nicht die Treppe hinuntergefallen? Da muss ich euch leider doppelt und dreifach enttäuschen: Die Treppen sind im Quartier bekannt und schon mehreren Nachbarinnen zum Verhängnis geworden.

Überdies sassen beide Kinder am Esszimmertisch und warteten auf ihr Mittagessen, als ich die Treppe zwischen erstem OG und EG hinunterfiel. Sie sagten, ich sei auf der Plastiktüte, die sich dorthin verirrt hatte, ausgerutscht; ich selbst hatte den Eindruck, ich sei zu sehr auf der schmalen Seite der Treppe gegangen, was bei meiner Schuhgrösse (siehe oben) nicht unbedingt schlau ist.

Mein Internist meinte, ein allgemeiner Schwächezustand, der bei „meinen“ Erkrankungen so gut wie immer gegeben ist, könnte zum Treppensturz geführt haben. Möglich, sogar wahrscheinlich ist auch eine Kombination der verschiedenen Gründe. (Aber ich weiss, auch das ist so furchtbar schwer zu kapieren: Ich bin – durch die mannigfaltigen Auswirkungen der Erkrankungen – immer und überall einem grösseren Unfallrisiko ausgesetzt. Punkt. Schluss. So simpel ist das. (Und so komplex gleichzeitig.))

So, in den vier vorangegangenen Beiträgen sowie in diesem sind die Anschuldigungen zusammengefasst. Ihr habt richtig gelesen: Anschuldigungen. Ich hab an eurer Strategie Gefallen gefunden – (wort)künstlerischen Gefallen, meine ich. Diese Strategie, jede unliebsame Wahrheit als Anschuldigung abzutun – oder als Vorwurf (Variation!) oder gar als Drohung (Polizei!), habe ich längst durchschaut und finde sie nicht nur schrecklich billig, sondern auch so richtig feige.

Darum beschuldige ich euch weiter. Ha, ha. Passt nur auf, dass bei mir nicht bald ein weiterer Krankheitsschub ausbricht. Wenn es nämlich passiert – und euer Verhalten erhöht die Wahrscheinlichkeit mit jedem Tag (so ungefähr im gleichen Mass wie die Verzugszinsen) -; wenn es nämlich passiert, geben wir euch tatsächlich die Schuld. Festgehalten in meinen medizinischen Akten. Vor Gericht. Und wenn es nicht passiert, bedanke ich mich bei allen, die mir geholfen haben und weiterhin helfen, eure Schandtaten durchzustehen.”

Ach ja…, beinahe hätte ich die Auflösung der Quizfrage vergessen: Sandro Brotz verdient weniger als Berufs- und Mittelschullehrer(innen). (Sein Job ist aber nicht minder anspruchsvoll.) So ungefähr „brutto“ das, was letztere „netto“ verdienen… Meine Lieblings-Ex-Kollegin, der ich ja auch nicht wenig zu verdanken habe, hätte also die Stellvertretungen zu alles anderem als einem Hungerlohn machen können… (Betonung auf „können“)

https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/sandro-brotz-legt-auf-twitter-seinen-lohn-offen/story/11138512

 

 

 

 

 

 

 

 

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