Ein Klacks

 

Wieder sitze ich im Bistro von der Schulthess Klinik. Da es gemütlich und ruhig ist und mir die „Birchermüesli“ und Sandwiches schmecken, lasse ich mich gerne hier nieder, um zu lesen oder zu schreiben.

In diesem Text möchte ich nicht nur die vorangegangenen Texte fortsetzen, sondern mich auch an diejenigen, die mich nicht oder nicht gut kennen, wenden.

Etwas gleich vorweg: Ich bin weder „hart“ noch arrogant. Mit mir kann man so gut wie immer reden, ich bin so gut wie immer zu Ein- und Zugeständnissen bereit. Ausser in einer Sache: derjenigen mit meinem ehemaligen Arbeitgeber und Arbeitsplatz. Also derjenigen, um die es in der Beitragsserie seit „Nur das“ vor allem geht. Da kenne ich gar nichts mehr; das stimmt, und da werde ich, wie erwähnt, alles zurückgeben – früher oder später.

Der Grund, warum ich hier betone, dass ich „sonst“ ganz anders bin, ist die überaus wertvolle, gelassene und faire Rückmeldung meiner Freundin, mit der ich am vergangenen Freitagabend Pizza essen ging.

Wir kennen uns schon lange, wir sind beide in Wallisellen aufgewachsen und haben das gleiche Gymnasium in Oerlikon besucht. Allerdings um ein Jahr verschoben, sodass wir uns erst an der Uni Zürich richtig kennen lernten. Dies ist 25 Jahre her, sodass wir uns eben schon lange kennen.

Dass meine Texte öfters sehr bestimmt herüberkommen und Lesende, die mich nicht oder nicht gut kennen, den Eindruck bekommen können, ich sei herablassend, war mir klar. Dessen war ich mir absolut bewusst, aber ich konnte gar nicht mehr anders, wollte auch nicht. (Es hat unfassbar viel gebraucht, mich so weit zu bringen…!) Gleichzeitig will ich jedoch nicht, dass Lesende, die mich nicht oder nicht gut kennen, einen „falschen“ Eindruck von mir bekommen.

Meine Freundin hat mir gesagt, dass sie mich so, wie die Texte manchmal wirken würden, gar nicht kenne. Eben: So bin ich nicht. Kommt mit mir einen Kaffee (oder noch besser: ein Apérol Sprizz…) trinken, und ihr merkt es sofort. (Das ist nicht einfach eine leere Floskel; ich bin tatsächlich bereit, mit jedem/jeder Lesenden etwas trinken zu gehen und mich mit ihm/ihr zu unterhalten. Eine persönliche Nachricht genügt, und wir machen etwas ab.)

Ich bin – einzig und allein – auf die Geschichte mit meinem ehemaligen Arbeitgeber/Arbeitsplatz radikal. Da bin ich es und bleibe es – zum ersten Mal in 45 Jahren. (Da gibts längst keinen Kaffee und keinen Kompromiss mehr; dieser Zug ist längst abgefahren. Da gibts „nur“ noch das Gericht. Und einen langen Verarbeitungsprozess, der unter anderem darin besteht, dass ich über nichts, gar nichts schweigen werde.)

Ich hoffe und glaube, es ist nicht nur das erste, sondern auch das letzte Mal. Bitte denkt daran, wenn ihr meine Texte lest, vor allem diejenigen seit „Nur das“. Bitte denkt bei den kommenden Texten daran; die Geschichte ist, wie ich ja geschrieben habe, leider noch nicht zu Ende, vielleicht noch lange nicht. Bitte denkt nicht, ich sei „so“. Ich bin NICHT „so“; ich kämpfe lediglich für ein kleines bisschen Gerechtigkeit in einer Geschichte, in der die andere Seite an ihr Budget denkt – und sonst, das wird mit jedem Tag klarer, an gar nichts – und ich an meine Zukunft, meine Gesundheit, mein Leben denken muss.

Bitte denkt daran, dass meine Bestimmtheit, meine Unerbittlichkeit, meine Radikalität sich auf die in den vergangenen Beiträgen erzählte Geschichte beziehen – und „nur“ auf sie. („Nur“ ist hier ausschliesslich quantitativ gemeint, qualitativ kann von „nur“ natürlich nicht die Rede sein…) Wie erwähnt, war ich mir absolut bewusst, wie die Texte wirken können. Aber so, wie mein ehemaliger Arbeitgeber für sein Budget über Leichen zu gehen bereit ist, so bin ich bereit, schreibend und wortkünstlerisch über Leichen zu gehen.

Trotzdem möchte ich die grosse Mehrheit der Lesenden, die mir nie etwas zuleide getan haben, nicht vor den Kopf stossen. Darum sei hier einmal gesagt, was mir am Herzen liegt: Ich bin wirklich ganz anders, als ich mich in dieser Streitsache verhalte. Bitte habt Verständnis und meldet euch, wenn ihr etwas nicht versteht. Konstruktive Rückmeldungen nehme ich immer gerne entgegen.

Diejenige meiner Freundin fand ich besonders wertvoll, weil sie mich veranlasste, die Diskrepanz zwischen meinem wahren Ich und demjenigen, das ich in dieser Streitsache zeige (und das ich selbst erst jetzt kennen gelernt habe, weil ich sooo genug von dieser unvorstellbaren Feigheit, dieser Ignorier-, Hinhalte- und Zermürbetaktik habe), zu thematisieren und zu benennen. Und weil sie fair war, das heisst NICHT aus einer persönlichen Angegriffenheit heraus formuliert wurde. Das habe ich nämlich auch schon erlebt und hätte am liebsten zurückgeschrieben: „Lös zuerst deine eigenen Probleme.“

Das war mit Janine überhaupt nicht so. Sie konnte überdies unumwunden äussern, dass meine Erlebnisse und Erfahrungen „krass“ und immer wieder grenzwertig waren und mit ganz vielem, worüber Menschen sich täglich so beklagen, nicht zu vergleichen sind, sondern diese Level bei weitem überschreiten. So, wie ganz viele menschliche Schicksale meinen Level bei weitem überschreiten und ich dies jederzeit anerkennen kann. Mit Vergleichen hat dies überhaupt nichts zu tun, sondern mit Anerkennung. Nicht weniger, nicht mehr.

Auch schon erlebt habe ich, dass mir quasi gesagt wurde, worüber ich schreiben dürfe und worüber nicht, und dass die Freundschaft davon abhängig gemacht wurde bzw. bereits gekündigt worden war, weil ich mir schon zu viel erlaubt hatte.

Na ja…; das war ein einziges Mal der Fall, und es ist mir egal: weil das auf der menschlichen Ebene so niemals funktioniert, weil ich über gewisse Aussagen lachen muss(te), weil Schreiben mein Medium ist, die unglaubliche Geschichte, die – grob gesagt – im Herbst 2015 begann, zu verarbeiten, sie in mein Leben zu integrieren, mit ihr weiterleben zu können, trotz ihr glücklich bleiben zu können.

Wie auch immer: Ich werde zwischendurch darauf hinweisen, dass mein eigentliches Ich kein radikales, kein arrogantes und schon gar kein „böses“ ist und dass diese Züge sich „nur“ auf die paar wenigen, die tatsächlich gemeint sind und die auch wissen, dass sie gemeint sind, beziehen.

Auch „Hochbegabung“ hat nichts mit Arroganz zu tun, aber ganz viel mit ANDERSdenken, ANDERSfühlen und ANDERSsein. Schneller und vernetzter denken, intensiv fühlen, intensiv reagieren, intensiv leben, die feinsten Nuancen wahrnehmen, spüren und aufnehmen, von Eindrücken und Ideen überflutet werden, das Zuviel nicht aushalten… und immer wieder das Gefühl des ANDERSseins.

Was nicht immer einfach und nicht immer lustig ist: Ein Mädchen kommt in der Schule meistens trotzdem gut durch, weil es sich besser als ein Junge anpassen kann; ein Mann hat es später meistens einfacher als eine Frau, da zu intelligente Frauen an vielen Orten unerwünscht sind und bedrohlich erscheinen.

“Warum hast du überhaupt diese Tests gemacht? Das war doch klar, das wusstest du doch. Von der Schule her…, von der Uni her…“, sagte Janine am Freitagabend zum zweiten Mal zu mir.

Da hat sie natürlich recht – es gab zudem immer wieder Menschen, die mir dies auf ihre Art und Weise mitteilten: Mein Lehrer in der Mittelstufe, mein Biologielehrer sowie meine Lateinlehrerin am Gymnasium, ein deutlich älterer Arbeitskollege an einer Schule im Kanton Aargau, ein weiterer Arbeitskollege an derselben Schule, mein Hausarzt damals in Wallisellen, als ich 20 war: „Sie denken zu differenziert, Sie sind viel zu intelligent für diese Welt.“

WUMM! Die Sätze sassen, ich habe sie bis heute nicht vergessen. Sonst würde ich sie ja nicht hierhin schreiben… Aber verstanden hatte ich sie damals nicht wirklich, verstanden habe ich sie erst viel später…

Dann die schriftlichen Referenzen meiner Uni-Professoren sowie die mündliche Aussage von Prof. H. Sitta, einer unangefochtenen Koryphäe auf seinem Gebiet, nach der mündlichen Liz-Prüfung bei ihm: „Ich traue Ihnen sehr viel zu – und zwar auf ganz verschiedenen Ebenen.“

Und so weiter, und so fort…; sie ziehen sich so durch mein Leben, solche Aussagen von Menschen, die meine besonderen Begabungen erkannten und benannten.

Auch hier möchte ich anfügen, dass ich diese Stärken kenne und vor allem durchschaue, was alles mit ihnen in Zusammenhang steht, und dass ich genauso um meine Schwächen weiss. Auf der handwerklich-praktischen Ebene zum Beispiel bin ich nicht nur unbegabt, sondern geradezu „dumm“. Das ist so. Manchmal nervt es, manchmal bringt es mich zum Lachen – je nachdem.

Warum also habe ich diese Tests im Mai 2016 trotzdem gemacht? Vielleicht, weil es oft so ist, dass ein Elternteil sich selbst auf die Spur kommt, wenn bei einem Kind besondere Begabungen festgestellt werden? Vielleicht, weil ich körperlich auf einem der tiefsten meiner Tiefpunkte war und mir selbst beweisen wollte, dass ich in dem ganzen Schlamassel um Krankheiten und Kortison noch immer zu kognitiven Höchstleistungen fähig war?

Vielleicht, weil mein ehemaliger Arbeitgeber diesen unglaublich ungeschickten und unglaublich verletzenden Satz von sich gegeben hatte: „Wenn es dir zu dumm wird, kannst du ja gehen.“ Obschon ich „nur“ die Vermutung geäussert hatte, obschon er mich seit 2008 kannte, obschon ich mich erkundigt hatte, ob ich meine Begabungen an der Schule einsetzen könne, und ansonsten selber die Konsequenzen gezogen hätte…

Womit ich wieder bei meinem ehemaligen Arbeitsplatz wäre und jetzt gerade Lust habe, all diejenigen zu grüssen, die mir vor genau zwei Jahren die Ferien auf Kreta missgönnten und meine Bilder (die notabene nicht mich, sondern die Kinder sowie das Meer, Berge und Buchten zeigten) dahingehend interpretierten, dass ich ja in die Ferien fliegen und acht Tage am Meer verbringen und – logische Schlussfolgerung in der Welt der chronisch Gesunden (!) – demzufolge auch arbeiten könne.

„Dass die Meeresluft bei entzündeten Atemwegen hilft, habt ihr noch nie mitbekommen? Dass ein Tapetenwechsel bei schweren Erkrankungen nicht nur einfach hübsch und angenehm, sondern geradezu zwingend notwendig werden kann, ist euch nicht in den Sinn gekommen? Dass ich keine Bilder von mir postete, ist euch nicht aufgefallen? Dass ich nicht nur am Meer lag, sondern in einer Kirche von Heraklion zusammenbrach und auf dem Rückflug fast das gesamte Flugpersonal auf Trab hielt, hättet ihr nie vermutet? Dass ich jeden Abend Limonade vom Buffet aufs Zimmer nahm, um meine Medikamente einnehmen zu können, befand sich ausserhalb eures Horizontes?

Ihr habt KEINE AHNUNG. (Und damit seid nur „ihr“ gemeint.) Das hat die Ärztin, die mir am 6. April, einen Tag nach meinem Geburtstag (Herzlicher Dank an alle, die sich bei mir meldeten! Es war ja klar, dass niemand vom ehemaligen Arbeitsplatz, dafür zahlreiche andere, darunter sein würde(n)…!), die frohe Botschaft mit den Blutwerten überbrachte, an eben dem Tag deutlich wiederholt: „… und die keine Ahnung haben.“

Auch hier gilt: Es ist überhaupt nicht herablassend gemeint; ich hätte, wenn ich nicht betroffen wäre, auch keine grosse Ahnung auf dem Gebiet. (Aber ich wäre auch nicht so doof und würde Ferndiagnosen aufstellen. Dazu brauchts schon eine grosse Portion eigener Probleme. Warum sonst sollte ein Mensch so etwas tun?!)

Die Aussage betrifft nur euch, die meintet, ich wolle die „Selbständigen Arbeiten“ nicht korrigieren (Ha, ha, was für ein Klacks diese Arbeiten gewesen wären im Vergleich zu dem, was ich erlebt habe…; was für ein winzig kleiner Klacks auf einer unendlich scheinenden Fläche…), ich hätte ein Burn-Out (Das hattet oder habt ihr selbst, oder?! Ich jedenfalls weiss vor lauter Ideen, Inspirationen und  Projekten gar nicht, wo ich anfangen soll… (Das ist auch ein typisches Merkmal von „HB“, diese tumultartige Intelligenz im Gegensatz zur strukturierten Intelligenz. (Jeanne Siaud-Facchin))) oder ich hätte aus einem anderen, undefinierbaren Grund den Entschluss gefasst, ein Jahr lang bezahlten Urlaub zu machen.

Ja genau, so hab ich mich ja immer benommen: Ich habe am Arbeitsplatz WENIGER gefehlt als ein durchschnittlicher Arbeitnehmender in der Schweiz. Dies musstet ihr (und jetzt meine ich wieder nur diejenigen, wegen denen ich morgen um 9 Uhr den ersten Termin bei meiner zweiten Anwältin, die nicht nur auf Arbeitsrecht, sondern insbesondere auf öffentliches Personalrecht spezialisiert ist und über grosse Erfahrung darin verfügt, habe), dies musstet ihr sogar zugeben, weil ihr ja alles minutiösest (Doppel-Superlativ, hier aber auf jeden Fall angebracht…) notiert und dann – je nachdem, um wen es sich handelt – Konsequenzen zieht oder aber nicht mit den Wimpern zuckt. (Nein, ich nenne keine Namen – noch nicht. DIE Chance muss ich euch noch eine Weile lassen…)

Ich habe mit allem, was ich hatte, am Arbeitsplatz WENIGER gefehlt als Herr und Frau Durchschnittsschweizer(in). Das versetzt sämtliche Ärzte und Ärztinnen, die meine Krankengeschichte und mein komplexes Krankheitsbild, das jetzt noch komplexer geworden ist, in grosses Erstaunen. Aber euch natürlich nicht – ne, das ist schon klar.

Ich finde hier und jetzt nicht die Worte, um auszudrücken, was ich diesbezüglich gerne ausdrücken würde. Aber ich weiss, dass ich sie eines Tages finden werde und schriftlich und mündlich und öffentlich alles geben werde, um aufzuzeigen, wie unendlich ungeschickt, unendlich verletzend ihr euch benommen habt und weiterhin benehmt.

Übrigens besteht jetzt eine Vermutung, warum ihr mir den Anteil am 13. Monatslohn seit vier Monaten und drei Tagen verweigert. Ihr seid wohl der Ansicht, ihr hättet ihn schon ausbezahlt. Da täuscht ihr euch. Schaut doch mal nach, was ihr in einem eurer blöden Briefe mit den Gesprächsangeboten, die ihr machtet, um vorbildlich dazustehen und die Oberfläche korrekt aussehen zu lassen, nachdem der Satz „Über Gründe müssen wir nicht reden“ gefallen war (Widersprüche fallen euch konsequent nicht auf, oder?), und den Alles-Gute-Wünschen (Wozu? Ich hab doch gar nichts…), geschrieben hattet. Schaut doch mal nach.

Oder gilt das plötzlich nicht mehr?! So, wie Abläufe nichts gelten; so, wie Fristen nichts gelten; so, wie aus „Ende August“ kurzerhand „Ende März“ wurde; so, wie ihr nicht warten konntet, die Kündigung auszusprechen, und eine vorzeitige und damit ungültige abschicktet (Nein, das ist nicht peinlich; das kommt nur allen, die davon hören, so vor…); so, wie ihr mich hängen liesset, als ich verletzt war und die Stresshormone, die beim Unfall ausgeschüttet worden waren, gleich wieder einen Krankheitsschub auslösten; so, wie ihr euch vor jedwelcher Verantwortung zu drücken versucht(et); so, wie diese Schule nicht einmal (!) eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen hat. (Dann müsstet ihr kranke und/oder verletzte Angestellte nicht so KRAMPFHAFT hängen lassen und nicht so KRAMPFHAFT (tönt verdammt ähnlich wie KRANKHAFT…) um euer Budget besorgt sein.)

Eine Vermutung besteht jetzt also, und sie bestätigt den spätestens seit Herbst 2015 entstandenen Eindruck: Es geht euch ums Geld. Nur ums Geld. Wie hässlich das ist, werde ich ebenfalls dann, wenn ich die Worte dazu finde, schriftlich und mündlich und öffentlich festhalten.

Bis dahin: Macht weiter in eurer Kleinlichkeit. Meine Dimensionen sind leider andere:

Nein, ich habe keine (chronische) Leukämie, aber eine Vorstufe davon. (Bei euch bestimmt nicht legitimiert, schon gar nicht, wenn ich es bin…)

Das heisst, es könnte jederzeit kippen. Darum muss ein auf Hämatologie und Onkologie spezialisierter Facharzt festlegen, in welchen Abständen die Kontrollen durchgeführt werden müssen: alle zwei, drei, vier oder sechs Monate. Voll „easy“, klar. Eine Bagatelle. Voll „easy“ quasi ständig unter dem Druck zu leben, dass eben etwas kippen könnte. Immer wieder diese Kontrollen zu haben… Auf die Resultate zu warten… Gar keine Belastung…: vor allem, weil ich sonst ja nichts habe und weil das ständige Risiko, dass ein Krankheitsschub ausbricht, nicht schon eine erhebliche Belastung darstellt.

Ich hab dann Felí (Betonung auf der zweiten Silbe, ich muss es wieder mal sagen… :-)) angerufen. Wir hatten das so abgemacht. Ich spürte, wie ich zitterte, als ich ihm sagte, es sei doch keiner dieser drei naheliegenden Gründe. Wobei: Ein kleiner Schimmer Hoffnung besteht doch noch. Weil bei mir ja „immer“ „alles“ heftiger verläuft und länger dauert… Das könnte auch auf den Abbau des Azathioprins im Körper zutreffen:

Möglicherweise war es Ende März, als das Blut entnommen wurde, noch nicht ganz draussen… Möglicherweise verursacht tatsächlich eine meiner Erkrankungen diese Veränderungen… Letztlich kommt es nicht so darauf an: Die Werte sind in einem Bereich geblieben, wo regelmässige und engmaschige Kontrollen unumgänglich sind, damit – sollten sie kippen, sofort eingeschritten werden kann.

Das wäre dann nochmals ein Klacks. (Ist es auch so schon, wie oben erwähnt…)

Und jetzt freue ich mich auf die Woche am Meer mit der ganzen Familie. In Chersonissos, im gleichen Hotel wie vor zwei Jahren. Als Arbeitskollegen und -kolleginnen fanden, ich dürfte dort nicht sein, weil ich krankgeschrieben war. Was wusstet ihr denn über Kollagenosen? Über Overlap-Syndrome? Über meinen Marathon bis zu den „richtigen“ Diagnosen? Was wusstet ihr denn?!

Ich hoffe auch, dass es mit Spanien klappt. Wenn ja, nehme ich Taieb mit. (Naila wird im Reitlager sein.) Dann kann er seinen ehemaligen Schulfreund Luís wieder besuchen, und ich treffe mich mit Felí. Er hat in der Nähe von Alicante einen Cousin, bei dem er übernachten könnte. Wir wollen – fernab – auf unsere Freundschaft anstossen. Mit Rioja.

 

 

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