SH 17511

Ich hätte die letzte Woche nicht als turbulent bezeichnen sollen. Die heute zu Ende gehende Woche hat die letzte nämlich um einiges übertroffen:

Am Montag fuhr ich an meinen damals noch zukünftigen Arbeitsplatz, den ich mit einem Stapel Bücher in der Tasche verliess und mich im Bus mangels Sitzgelegenheit auf den Boden kauerte, um die Bücher zu sortieren. Dabei wurde mein rechter Fuss so stark gebeugt, dass seither die Bruchstelle, wo ein paar Schrauben drin sind, ziemlich weh tut: eigentlich so, dass ich fast Angst vor dem nächsten Röntgenbild, das Ende Juni ansteht, habe. Wobei wahrscheinlich nichts kaputt gegangen ist, sondern die Schmerzen daher kommen, dass es nun mal ein Jahr dauern kann, bis alles verheilt ist. (Was mir ja dann alles auch beim linken Fuss bevorsteht.)

Der erste Arbeitstag verlief trotzdem ganz gut, und ich bemühe mich, mich möglichst schnell einzuarbeiten. Meine Kollegen und Kolleginnen sind sympathisch und hilfsbereit, und ich würde gerne mehr und detailliert darüber berichten, aber da passe ich auf – aus Gründen, die hinreichend bekannt sein dürften. Nach allem, was ich mit meinem ehemaligen Arbeitgeber, der Wirtschaftsschule KV Winterthur, erlebt habe, traue ich gewissen Leuten alles zu und bin diesbezüglich vorsichtig. In persönlichen Nachrichten ist es etwas anderes; wem ich vertraue, erzähle ich gerne mehr.

Ach ja, dass ich die Schule, auf die sich sämtliche Beiträge seit „Nur das“ beziehen, seit Kurzem mit dem Namen nenne, hat mit ihrem Verhalten zu tun. Davon hatte ich absichtlich bis vor Kurzem abgesehen und hätte dies weiterhin so gehandhabt, wenn diese Schule nach 14 Monaten eingesehen hätte, dass sie für zahlreiche und zum Teil grobe Fehler und Versäumnisse geradestehen und die Konsequenzen der Erwähnung meiner Erkrankungen im Arbeitszeugnis tragen muss.

Doch dem ist nicht so, und daher setze ich dieser grenzenlosen Feigheit, diesem Geiz, dieser Fixiertheit aufs Geld, dieser Starrheit, Sturheit und krankhaften Besessenheit jetzt mal entgegen, dass ich an verschiedenen Orten den Namen der Schule erwähne:

Schritt um Schritt – es gibt viele Möglichkeiten. (Rennt nur wieder zur Polizei und macht eine Anzeige; dann setze ich diesem lächerlich-kindischen, kindisch-lächerlichen und äusserst egoistischen Verhalten wiederum etwas entgegen. Ich weiss auch schon, was. (Vielleicht mache ich das aber sowieso – we‘ll see.))

Kleiner Hinweis: Meine Texte erscheinen oft in „Google“-Suchen. Das sehe ich – wie eure IP-Nummern, ihr Feiglinge… – in der Statistik. „Google“ belohnt mein regelmässiges Produzieren; zudem führen medizinische Fachbegriffe öfters auf meinen Blog.

Der Name dieser Schule wohl auch bald…: „As you like it“ – hätte ich nämlich nicht getan, wenn ihr euch in eurer vermeintlichen Goliath-Rolle nicht dermassen gefallen würdet und mich nicht mit euren Taktiken weiterhin zu zermürben versuchtet: Aus dem Hinhalten, Verzögern und Ignorieren ist jetzt ein Abweisen bzw. Ausschlagen der aussergerichtlichen Lösung geworden. Darum kommt die Klage – da könnt ihr euch zu 100% sicher sein. Vielleicht erfährt ihr es noch vor den Sommerferien auf offiziellem Weg, vielleicht erst danach.

Als von mehreren und zum Teil schweren chronischen Erkrankungen Betroffene könnte ich euch in eurer Feigheit, eurem Geiz unendlich hassen. Aber ich hasse euch nicht, ich bemitleide euch. So, wie ich alle bemitleide, die klatschen und tratschen mussten, weil ihr eigenes Leben offenbar so öde und so langweilig, so unerfüllend und so unerfüllt ist, dass sie dies nötig haben. Die Armseligkeit darin verläuft sich für mich im Unendlichen…: weil ich all die medizinischen Begriffe, die ihr im besten Fall „gegoogelt“ habt, am eigenen Leib kenne und weil mir euer Verhalten zeigt(e), wie ahnungslos ihr seid, wie naiv, wie dumm:

Ihr glaubtet, ich sei mich am Vergnügen, als ich mit Taieb für vier Tage in die Berge fuhr und wegen der gequetschten Rippen nicht einmal mit ihm auf der Schlittelbahn von Preda nach Bergün brausen konnte. Als ich auf dem Spaziergang vom Sessellift Darlux, wo zugleich das Ende der Schlittelbahn ist, zu unserem Hotel zusammenbrach und das Blut, das aus der Nase lief, den Schnee rot färbte.

Als ich Ende März 2016 in Andeer war, weil wir den 80. Geburtstag meiner Mutter feierten und die Kinder im Thermalbad glücklich waren. Als ihr mir nachspioniertet und in eurer Burnout-Obsession völlig irrelevantes Zeugs ausdrucktet und in meinem Personaldossier ablegtet. Was nicht erlaubt ist, ihr sogenannten Führungskräfte…! Wir werden darüber reden – und euch nach den Antworten, die ihr zu verweigern versucht (Gibts ein Synonym für „feige“…?!), fragen.

Und ich weihe euch noch in etwas ein: Für die Feier des 80. Geburtstags meiner Mutter in Andeer hatten wir, da er in die Ostertage fiel, drei Tage eingeplant. Für alle anderen, die eingeladen waren, hiess dies auch drei Tage. Für mich hiess es einen Tag und eine Nacht:

Ich war von der Therapie so erschöpft und wegen deren Versagen so verzweifelt, dass ich über Ostern die meiste Zeit zu Hause im Bett lag. Dort, wo ihr Besserwisser mich haben wolltet. Dort, wo ich gar nicht zu lange sein darf – wegen der Kollagenose und der damit verbundenen Vaskulitis.

Das war mein Andeer, ihr hässlichen Spitzel, die ihr Fotos von unseren Kindern, wie sie fröhlich am Rande des Thermalbads stehen, aufspürtet und ausdrucktet.

Was glaubt ihr eigentlich? Mein Mann, meine Mutter und die weiteren Gäste würden keine Kamera bedienen und mir Fotos schicken können?! (Ha, ha, so urwaldmässig, oder…? Oder wüstenmässig, passt besser zu Marokko.)

Ja, das war mein Andeer. Wie können Menschen sich nur auf ein so tiefes Niveau begeben und so niederträchtig handeln? Was muss alles mit euch nicht stimmen, dass ihr so etwas tun könnt? Woher nur kam dieser Neid auf etwas, was ich bekommen hatte? Woher nur? (Ich weiss es, wir wissen es…: weil ihr genau das, was ich wegen meinen organischen Krankheiten bekommen hatte, auch nötig oder einfach gerne gehabt hättet – und wie. (Wenn auch nicht wegen organischen Krankheiten…))

Fotos von MIR habt ihr ein einziges gefunden, dasjenige mit Chris de Burgh, das euch umtrieb. Da halte ich mich ebenfalls vorerst zurück; da gäbe es nämlich auch noch das eine und andere zu ergänzen. Alles zu seiner Zeit. (Ich kalkuliere, richtig.)

Hier unten dürft ihr, ohne spionieren zu müssen, zwei Fotos von mir und meiner Freundin Nilüfer aus Istanbul, die ich am kommenden Mittwochabend in Wallisellen treffen werde, bestaunen. Sie stammen aus dem Jahr 2011 und sie gehören zu den wenigen Fotos, die ich aus all den schwierigen Jahren von mir selbst habe. Wie bei demjenigen von Sandras und Ekrems Hochzeitsfest habe ich diese beiden hier unten nur machen lassen, weil ich Nilüfer selten treffe und ein Andenken mit ihr es mir wert war.

Auf demjenigen an Sandras und Ekrems Hochzeitsfest bin ich geschminkt (Das, was ihr bemerkt habt, stimmts? Dass ich viel zu dünn war, jedoch nicht… (Wie auf dem Bild mit Chris, etwas weniger krass…)), weil es genau ein Jahr nach meinen Notfallbehandlungen beim Dermatologen (in den Mittagszeiten zwischen Unterricht und Unterricht…, währenddem ihr in der Mensa oder im Lehrerzimmer am Plaudern und Kaffeetrinken wart…) her war, als es aufgenommen wurde und ich seit damals die Hautprobleme, die von meinen Erkrankungen her kamen und über die der Dermatologe, der damals schon über das Pensionsalter hinaus war, sagte, er habe selten so heftige Ausbrüche und Reaktionen gesehen, unter Kontrolle habe.

Das ist ein anderes Leben, und ich geniesse es heute noch – Tag für Tag. Vergleicht doch mal die beiden Bilder hier unten mit dem Beitragsbild dieses Beitrags. Da bin ich sieben Jahre älter (!) und geschminkt, aber nicht übermässig – und die Fotos sind NICHT bearbeitet worden. (Nur so…, vielleicht fällt ja sogar euch was auf. Könnte doch sein, oder? Dass die Hautprobleme massiv waren, etwa? (Und dass ich – auch damals – zu dünn war? Seht ihrs, ihr Möchtegernärzte und -ärztinnen?!))

Auch meine jetzige Dermatologin sagt, meine Haut sei einerseits sehr schön (Das habe ich – wie die Figur – ein paar superguten Genen zu verdanken…), andererseits sehr empfindlich. Was stimmt und was dazu führt, dass ich immer in den Frühlings- und Sommermonaten ein Medikament einnehmen muss, um das, was der pensionierte Dermatologe damals erreicht hatte, aufrechterhalten zu können. Ganz niedrig dosiert, worüber ich froh bin, und in den Monaten, in denen die Luft nicht so trocken ist. Sonst habe ich nämlich gleich wieder ein Problem…

Aber so läuft das jetzt tip top, und wenn ich Fotos wie diejenigen hier unten sehe, berührt es mich schon – weil es eben ganz, ganz schlimm war. Zumal ich einen Beruf hatte/habe, bei dem ich jederzeit angeschaut werde – von 20 jugendlichen Augenpaaren.

Das war auch total “easy”, sage ich euch; ihr, die ihr nichts kapiertet und meintet, ich hätte schon nichts Schlimmes… Buah! Eine meiner Erkrankungen, die Kollagenose, ihr Schlaumeier, wird in der Fachliteratur, ich wiederhole, als die komplexeste und unberechenbarste aller Erkrankungen bezeichnet. Extra für euch, die ihr meintet, ich würde simulieren.

Die Kollagenose beschert mir auch die chronischen Halsschmerzen und die offenen Stellen, von meiner Ärztin in Bülach als „kleine Löcher“ bezeichnet, im Mund. Nachdem vor zwei Wochen der Gaumen entzündet war, waren es ein paar Tage später die Innenseiten der Wangen. Und jetzt bin ich so richtig erkältet und die Schmerzen sind auf die Bronchien übergegangen; wie jedes Mal, wenn eine Erkältung dazukommt. Das, worüber ihr grosses Aufheben macht, habe ich mehr oder weniger dauerhaft.

Die Erkältung könnte auch mit dem bis Mitte Januar massiv unterdrückten Immunsystem und der Tatsache, dass ich jetzt an der Arbeit wieder etlichen Menschen begegne, zu tun haben. Letztlich kommt es nicht darauf an: Es ist, wie es ist, und ich kann gut damit umgehen. So gut, dass ich, voll erkältet, vorhin bei Raffi im Studio drei weitere „Takes“ von „Lonely Sky“ aufnahm und mich jetzt auf die Filmaufnahmen mit Oli freue. Eine Erkältung passt ja wenigstens zum Inhalt des Songs; von daher ist es vielleicht ganz reizvoll, wie Bonnie Tyler zu tönen. Und den Stimmsitz finde ich erkältet auch fast besser.

A propos Arbeit: Ich habe seit letztem Mittwoch einen handfesten Beweis, dass das jetzige Arbeitszeugnis nicht nur in grossem Gegensatz zu sämtlichen anderen Zeugnissen und Referenzen (die ich in absehbarer Zeit veröffentlichen werde…) steht, sondern mir auch die Stellensuche erschwert. Wofür ich Schadenersatz fordern kann.

Klar, ich hab die andere Stelle, die als Wiedereinstieg von der Prozentzahl her für mich sogar besser ist. Aber bei ersteren hätte ich mehr verdient und weitere Vorteile gehabt. Was mir im Prinzip alles nicht wichtig ist, in der Streitsache mit meinem ehemaligen Arbeitgeber jedoch eine (zusätzliche!) Rolle spielen wird.

Am letzten Mittwoch hatte ich nicht nur ein offenes, ehrliches und berührendes Gespräch mit oben gemeintem potentiellen Arbeitgeber, der mich bei einer nächsten Vakanz kontaktieren wird und jetzt genau weiss, wie ich, als ich krank war, von der im zweiten Abschnitt genannten Schule behandelt wurde, was im Jahr 2015 an betreffender Schule so alles abgegangen und bei weitem nicht nur mir aufgefallen war (Da werd ich auch bald konkreter – ich kalkuliere…), wie Burnout-Vorgesetzte auf körperliche Erkrankungen reagierten und aus welchem niederträchtigen Neid und welcher offenbarenden Missgunst heraus mir das Leben so schwer wie möglich gemacht wurde (und wird).

Ich hatte also nicht nur dieses Gespräch mit Herrn P., sondern mir fuhr auch ein Lieferwagen, um einiges grösser und breiter als unser VW Golf (Richtig, wir brauchen keine Statussymbole…), auf meiner Fahrbahn frontal entgegen. Ich verlangsamte, in der Annahme, „SH 17511“ würde jetzt sofort auf seine Seite wechseln.

Aber falsch angenommen: „SH 17511“, oben und auf der Seite mit „Ausnahmetransport“ angeschrieben, was, wie der freundliche Polizist mir später am Telefon bestätigte, überhaupt nichts zu bedeuten hat, fuhr unbeirrt auf meiner Fahrbahn weiter und zwang mich zum Rückwärtsfahren und zum Einbiegen in die von Bülach herkommende Nebenstrasse. Seine Fahrbahn war vollkommen frei, er benutzte weder akustische noch visuelle Signale und hatte auch kein überlanges Vehikel im Schlepptau: Nichts, schlicht nichts, was auch nur einen Ansatz eines Grunds für sein Fahren auf der Gegenfahrbahn geliefert hätte.

Ich war mit den Nerven am Ende, wozu es – nach allem, was ich schon erlebt und überlebt habe – ziemlich viel braucht. Wie ich es mit beiden Kindern hintendrin nach Rorbas in die Badi schaffte, ist mir bis heute ein Rätsel. Dank der Kinder und dank Rahel, die mir zuhörte und entsetzt war, konnte ich mich so weit beruhigen, dass wir einen schönen gemeinsamen Nachmittag verbringen konnten.

Am Donnerstagmorgen fuhr ich zur Arbeit, am Mittag nach S., wo wir Taiebs zukünftige Schule besuchten. Er ist kognitiv unterfordert, was nicht so einfach ist, wie es tönen mag. Sein IQ liegt deutlich über 130; dort, wo weniger als 2% der Gesamtbevölkerung sich befinden. Gleichzeitig hat er ein grosses Herz und ist ein Kind; ein bald elfjähriger Junge, der Fussball über alles liebt und über alles stellt.

Und nein, ich sage jetzt nicht mehr dazu, ausser: Wer mich kennt und wer es nicht nötig hat, neidisch zu sein, vermutet vielleicht, was mich und ihn besonders verbindet.

Kognitiv unterfordert war ich in den Jahren vor der langen Krankschreibung ebenfalls – lustig war das nicht. Und Burnout-Vorgesetzte haben keinen Raum zuzuhören und zu verstehen: „Wenn es dir zu dumm wird, kannst du ja gehen.“, war die äusserst unprofessionelle und verletzende Antwort; geht es doch – wie überall in der Fachliteratur nachzulesen – NICHT um Arroganz oder Bessersein, sondern um ANDERSsein, Andersdenken, Andersfühlen, um Intensität und Impulsivität, um Überflutetsein von Eindrücken, Ideen und Projekten, um Schnelllerdenken, Vernetzterdenken, Vorausdenken.

Zurück vom Exkurs: Mein Donnerstag verlief weitgehend „normal“, bis mich die Fast-Frontalkollision vom Vortag einholte und nichts mehr ging. Ich legte mich aufs Bett, ich schwitzte und zitterte im verdunkelten Raum, und mein Mann rief in die Praxis meiner Hausärztin an. Diese stand – entgegen der Gewohnheiten – eine Viertelstunde später bei uns im Schlafzimmer und fragte: „Warum trifft es immer Sie?“

Das war die beste Frage, die sie stellen konnte, weil ich lachen musste und sich dadurch die Anspannungen und die Krämpfe lösten und ich wieder „normal“ atmen und reden konnte. „Das habe ich mich auch gefragt.“, antwortete ich. „Das habe ich mich gestern auch den ganzen Nachmittag gefragt.“

„Vielleicht, weil Sie alles so souverän meistern.“, vermutete sie und machte mir eine Spritze. So schlief ich später bis zum nächsten Morgen durch und versuche seither, mit dem Erlebten klarzukommen. Zum Glück hatte ich am Freitag frei, zum Glück arbeite ich morgen nur halbtags. Zum Glück helfen mir Familie und Freunde:

„Wenn ich dich irgendwie unterstützen kann, gib mir Bescheid.“, schrieb S., mit dem ich letzthin ausgegangen war und der mich notfallmässig in die Schulthess Klinik gefahren hatte. „Du kannst ja für mich Geschichte unterrichten.“, schrieb ich ihm zurück und machte zwei „Smileys“ hintendran. (Weil dies nicht wirklich mein Fach ist…)

Meinem Mann sagte ich, er solle keinen Klienten absagen, ich wolle das nicht. Das will ich nie. Auch darum sind Freundschaften für mich besonders wichtig – zu Frauen wie zu Männern.

Gestern Nachmittag war ich mit Taieb, meiner Mutter und ihrem Zwillingsbruder am Zugersee, was erholsam war. Und jetzt bin ich in Zürich, wo ich vor zwei Stunden, voll erkältet, „Lonely Sky“ noch dreimal eingesungen habe. Nicht, weil die anderen drei Aufnahmen schlecht wären – das sind sie nicht. Sondern, weil mein eigener Perfektionismus, der nicht nur angeredet, sondern wahrhaftig ist, mir keine Ruhe liess: Ich wollte vorbereitet sein, ich wollte weniger Kaffee getrunken haben. Hat geklappt, und auch Raffi meint, die Erkältung passe zum Zerbrechlichen in diesem Song.

Was mich an der Fast-Frontalkollision am meisten beschäftigt: Dass sie auf der gleichen, kurvenreichen und unübersichtlichen Strecke zwischen Rorbas und Eglisau passierte, auf der ich am 30. Januar 2016, meinem letzten Arbeitstag, bevor ich es zulassen konnte, die Not-Not-Notbremse zu ziehen, meinen bisher schwersten Zusammenbruch erlitt, der zu einer Herzdruckmassage, die mir wahrscheinlich das Leben rettete, und zu den eingangs erwähnten gequetschten Rippen geführt hatte: auf der gleichen Strecke, ein paar wenige Kurven weiter und in die entgegengesetzte Richtung.

Das ist das Krasse für mich, das hat wohl auch zum Kreislaufkollaps am Donnerstagabend geführt. Das ist es, was mich noch nicht losgelassen hat oder ich noch nicht loslassen kann.

Ich sitze im „Grand Café“ in Zürich, habe diesen Text geschrieben und warte auf Felí. Mal hören, was er zu dieser doppelt verhängnisvollen Strecke meint.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.