Und segle neben dir in deinem einsamen Himmel… (Video)

So, das wärs mal vorerst zu unserem “joint-venture” Lonely Sky-Projekt. Vielleicht präsentiere ich es noch einmal alleine, mit einem neuen Video. Aber abgesehen davon geht es bald weiter mit “Carry me (like a fire in your heart)” und danach mit weiteren Songs: nicht nur von Chris de Burgh und nicht nur auf Englisch.

Sobald ich meinen Rhythmus mit Üben, Aufnehmen und Drehen gefunden habe, möchte ich regelmässig neue Projekte zeigen können. Zudem bin ich laufend am Lernen…; jetzt natürlich auch, was das Filmen anbelangt. Da stehe ich am Anfang und bin, wie mit allem, was ich neben Beruf und Familie so mache, in einem ständigen Prozess, von dem ich nicht weiss, wohin er mich führt.

Bei der Audio-Aufnahme zum hier gezeigten Song hatte ich übrigens Angina (mehr oder weniger den ganzen Sommer hindurch, abwechselnd mit Bronchitis); bei den Video-Aufnahmen war ich zwar nicht topfit, aber einigermassen fit…

Heute habe ich echt gar keine Zeit zum Schreiben, sondern sollte ein Dokument für meine Anwältin einscannen und weiterleiten, weitere Papiere einscannen und weiterleiten, eine Voci-Prüfung korrigieren, Lückentexte für französische Chansons entwerfen, ein paar Freunden und Freundinnen persönliche Nachrichten schreiben, Waschmittel einkaufen, Naila und ihre drei Freundinnen, die in unserem Wohnzimmer den wunderschönen Film “Ballerina” schauen, verköstigen, einen Telefonanruf entgegennehmen, Eintrittskarten für die grosse Dino-Show im Hallenstadion kaufen, Herbstferien buchen, einen Termin bestätigen, meine Mutter anrufen, mit Gleichgesinnten zusammen an unseren gemeinsamen Ideen zur Aufdeckung der Gutachterei-Industrie (Versicherungen, Vertrauensärzte und -ärztinnen etc. (siehe auch “Sehr geehrter Herr K.“)) arbeiten, die Küche aufräumen und … und … und …

Und: Ich bin glücklich dabei. Vor allem auch, weil ich wieder arbeiten kann und weil ich mir in den vergangenen zwei Jahren eine Schatztruhe an Strategien, um auch in gesundheitlich schwierigen Zeiten gut weiterarbeiten zu können, angeeignet habe. Die ich auf jeden Fall anderen von chronischen Erkrankungen betroffenen und im Berufsleben stehenden Menschen weiterzugeben bereit bin. Einfach eine pN an mich, das reicht.

Hier im Blog werde ich sie nicht aufzählen, nicht benennen, nicht beschreiben. Weil ich sie völlig unerkannt einsetzen möchte, weil ich sie bewahren möchte, weil ich Berufs- und Privatleben strikter als früher trennen möchte:

Darum mache ich diese Strategien, für die ich mich nicht nur intensiv mit meiner Krankengeschichte auseinandergesetzt, sondern mich auch eingehend mit medizinischen Fachpersonen unterhalten habe, nicht öffentlich. Aber wenn jemand sich dafür interessiert, weil er oder sie oder eine nahestehende Person ebenfalls von chronischen Erkrankungen betroffen ist und im Berufsleben steht, können wir uns gerne austauschen und versuche ich gerne zu erzählen und erklären, wie “meine” Strategien funktionieren.

Glücklich bin ich auch, weil der heutige Morgen, den ich zum Thema “Berufswahl”/”Telefongespräche vorbereiten und führen” mit einer nicht ganz einfachen Klasse bestreiten musste, wirklich gut lief. Das ist nicht nur meine Wahrnehmung, sondern auch diejenige der anderen Lehrerin, die anwesend war, sowie der drei weiteren erwachsenen Personen, die zwar für andere Aufgaben zuständig, aber ebenfalls im Klassenzimmer anwesend waren und die Klasse kennen. Es würde hier und jetzt zu weit führen, näher darauf einzugehen; es geht mir ja eigentlich um den Song! 🙂

Aber ich konnte einige meiner Stärken zum Tragen bringen, die Schüler und Schülerinnen arbeiteten konzentriert, machten mit und hatten, wie sie kurz vor 12 Uhr bestätigten, einiges gelernt, was ihnen nützt und hilft. Auch der Humor und ab und zu etwas Persönliches kamen nicht zu kurz, sodass ich das Schulhaus um 12.15 Uhr zufrieden und erfüllt verliess und mich bereits auf morgen freue. Da spielen wir das Ganze mit einer nächsten Klasse durch.

So, und jetzt mache ich mich hinter die oben aufgezählte Liste. Ach ja, Klavier spielen, singen und auf unserem Hometrainer 20 bis 30 Minuten „fahren“ hatte ich ganz vergessen… Dass ich Letzteres wieder kann, ist – wie anderes auch – nicht selbstverständlich. Darum bin ich doppelt und dreifach froh darum und dankbar dafür.

In dem Sinne: Viel Spass mit unserem neuen Video und bis bald mit weiteren Songs… 🙂

6 thoughts on “Und segle neben dir in deinem einsamen Himmel… (Video)

  • hallo sabine, du hast ja ein monsterprogramm, wie schaffst du das nur? ich habe eine riesen hochachtung vor dir! super, dass es in der neuen schule so klappt und du deine schüler so mitreissen kannst!
    das video ist fantastisch! eure stimmen harmonieren wunderschön! vor allem deine stimme ist phänomenal!
    ganz liebe grüsse, jeannette

    • Vielen Dank, Jeannette, sehr nett von dir!
      Ja, ich bin froh und dankbar für die viele Energie. Das ist ja nicht in erster Linie mein Verdienst, sondern halt einfach so, wie ich bin. Darum würde ich auch nie erwarten, dass andere “auch so sind”. Andere können dafür anderes viel besser als ich.
      Nur, als die viele Energie gegen mich ausgelegt wurde, so im Sinne von “so schlecht kann es ihr ja gar nicht gehen”/”so krank kann sie ja gar nicht sein” war das natürlich sehr verletzend, und darum schreibe ich in meinem Blog schonungs- und gnadenlos dagegen an.
      Ich schreibe dir bald noch eine pN; muss zuerst noch auf die Post – ist auch noch dazugekommen. 😉

    • Lieber Markus

      Gedreht haben wir sie „alleine“, d. h. mit der Hilfe von Familie und Freunden. Hab eine Lumix-Kamera bei M-Electronics gekauft. Zusammengeschnitten hat es dann ein Musiker, Audio- und Videoproduzent, bei dem ich auch meine nächste Aufnahme machen werde und der mir am kommenden Montag Tips zur Verbesserung der Filmqualität geben wird… Das ist auch ein Prozess, ein Weg…

      Bis bald, freue mich auf unser gemeinsames Projekt! 🙂

      Viele Grüsse von

      Sabine

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